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Wuppertaler Ausbildungsbörse 2018

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Begleitheft zur Wuppertaler Ausbildungsbörse 2018

INFO FÜR JEDEN

INFO FÜR JEDEN AUSBILDUNGSABBRUCH GIBT ES GRÜNDE Wer seine Ausbildung vorzeitig abbrechen möchte, hat sich im besten Falle zuvor einige Gedanken gemacht: Wie soll es weitergehen? Welche Alternativen bieten sich mir? Wie der weitere Weg auch aussehen mag – ein Ausbildungsabbruch ist kein Weltuntergang. Häufig sind es schlicht und ergreifend andere Vorstellungen gewesen, mit denen der Schulabgänger ins Berufsleben gestartet ist. Plötzlich bemerkt er bereits nach kurzer Zeit, was es etwa bedeutet, Schicht- und Wochenendarbeit zu leisten. Dass die höchsten Abbruchquoten zum Beispiel im Friseurhandwerk zu verzeichnen sind, dürfte auch daran liegen, dass die Lehrlinge eben auch samstags ran müssen. Anders ist es hingegen am Bau: Vielleicht hat der Auszubildende zuvor ein Praktikum im Frühling oder Sommer absolviert; dass er aber auch bei Wind und Wetter im Herbst draußen arbeiten muss, kann mitunter für Unmut sorgen. Wo die Gründe für einen Abbruch der Ausbildung auch liegen mögen – er sollte niemals unüberlegt oder vorschnell erfolgen. BLOSS KEINE KURZ- SCHLUSSREAKTION Eine erste Überlegung sollte immer sein, ob es eine vorzeitige Vertragsauflösung oder tatsächlich ein kompletter Abbruch sein soll. Im ersteren Fall käme es zwar zur Beendigung der Tätigkeit vor Ablauf der vereinbarten Ausbildungszeit, es bleibt aber die Möglichkeit bestehen, Beruf oder Betrieb zu wechseln. Der größte Vorteil: der Azubi fällt nicht aus dem dualen Ausbildungssystem heraus. Das wäre bei einem kompletten Abbruch anders. Beginnt der ehemalige Azubi keine neue Ausbildung oder besteht er die Abschlussprüfung nicht, verfügt er auch über keinen Berufsabschluss und es droht erst mal die Arbeitslosigkeit. Die Gefahr besteht vor allem in der Kurzschlussreaktion: Unüberlegte Kündigungen und Vertragsauflösungen ohne Alternativpläne führen zu den berühmt berüchtigten Lücken im Lebenslauf, die es mit Blick auf neue Bewerbungen zu vermeiden gilt. Ein rechtzeitiger und wohlüberlegter Berufswechsel hingegen wird von vielen Arbeitgebern nicht kritisch gesehen, schließlich befinden sie die Jugendlichen noch in einer Orientierungsphase. Klar ist allerdings auch, dass die neuen Pläne von Erfolg gekrönt sein sollten, denn weitere Abbrüche würden es dem Azubi auf dem Arbeitsmarkt endgültig schwermachen. © AdobeStock WavebreakMediaMicro NIEMAND IST ALLEIN Sorgt eine Ausbildung tatsächlich für Unmut, gilt es also zu handeln. Wie bei jeder Kündigung ist es dabei wichtig, sich bei einem neuen Betrieb zu bewerben, bevor es zur Vertragsauflösung kommt. Außerdem gibt es für allerlei Sorgen die passende Unterstützung, etwa von den Ausbildungsberatern der Handwerkskammer oder durch die ausbildungsbegleitenden Hilfen der Agentur für Arbeit (Jobtraining und -coaching). Denn es muss ja nicht unbedingt zum Abbruch kommen: Oftmals hilft es bereits, wenn der unschlüssige Azubi sich mit dem Ausbilder und einem Berater der eben genannten Institutionen zusammensetzt, um Unzufriedenheiten und Missverständnisse rechtzeitig zu beseitigen. Fühlt sich der Berufsanfänger zu Beginn der Ausbildung etwa unterfordert, kann es hilfreich sein, wenn ihm verantwortungsvollere Aufgaben in Aussicht gestellt werden. Fruchten diese Maßnahmen jedoch nicht, kommen verschiedene Fristen ins Spiel. Während der Probezeit (maximal vier Monate) kann das Ausbildungsverhältnis von beiden Seiten fristlos beendet werden. Danach kann der Auszubildende innerhalb einer vierwöchigen Frist und mittels Angaben von Gründen kündigen. Es besteht der Anspruch auf ein Arbeitszeugnis, ein Recht auf Lohnfortzahlung bis zum letzten Arbeitstag sowie die Auszahlung von Resturlaub und Überstunden. Steht noch keine neue Tätigkeit in Aussicht, muss sich der Azubi zudem umgehend bei der Bundesagentur für Arbeit arbeitslos melden. Erfreulich allerdings: 50 Prozent aller Abbrecher beginnen eine neue Ausbildung in einem anderen Betrieb, neun Prozent starten ohne Ausbildung direkt in einen Beruf. Für den Wechsel an eine Berufsschule oder Universität entscheiden sich acht Prozent, und vier Prozent drücken nochmal die Schulbank, um den Abschluss zu verbessern. Alternativen gibt es also zu Genüge. 22 | AUSBILDUNGSBÖRSE 2018

Genießen im MEDIEN © Lukas Vering FRIST EINHALTEN, FRUST VERMEIDEN MEDIEN GEHT AUS! 2019 RUHRGEBIET LEBT GESUND Wer auf der Suche nach einer passenden Ausbildungsstelle ist, sollte auch stets die entsprechenden Bewerbungsfristen im Blick behalten. In der Regel starten die Unternehmen ihre Suche fürs Folgejahr zum Herbstbeginn – im letzten Jahresdrittel beginnt für Bewerber also die heiße Phase. Das Ergattern eines begehrten Ausbildungsplatzes hängt mit mehreren Faktoren zusammen. Eine stimmige und vollständige Bewerbungsmappe macht einen ersten guten Eindruck, den es im Vorstellungsgespräch zu bestätigen gilt. Noch vor diesen wichtigen Schritten heißt es allerdings: pünktlich sein! Nur wer sich rechtzeitig um die gewünschte Ausbildungsstelle bemüht, hat bei der Suche gute Karten. Als Faustregel gilt, dass spätestens ein Jahr vor Ausbildungsbeginn die Bewerbung samt aktuellem Zeugnis ans Wunschunternehmen geschickt werden sollte. Vor allem große Unternehmen nennen zum Beispiel auf ihren Webseiten entsprechende Bewerbungsfristen; auch eine kurze telefonische Nachfrage kann hilfreich sein. Diese Firmen setzen in erster Linie auf die Monate September, Oktober und November, geht es um die Sichtung, eingehender Bewerbungen. Kleinere und mittelständische Unternehmen freuen sich auch noch im Winter über das Interesse potenzieller Azubis. ÜBER 300 RESTAURANTS UND KULINARISCHE ADRESSEN FÜR SIE AUSGEWÄHLT AUTODIDAKT DER STERNEKÜCHE Tobias Sudhoff traut sich was VON KORN BIS SCHINKEN Westfälische Kost wird Spezialität ? WELCHE BRANCHE SUCHT WANN? Doch nicht nur die Größe eines Unternehmens hängt mit den entsprechenden Bewerbungsfristen zusammen – auch die Branche macht den Unterschied. Während etwa im Hotel- und Gastgewerbe ab September die Suche beginnt, legen Handel und Handwerk den Fokus eher auf November bis Januar (letztere Branche gar bis März). Auch in der Gesundheitsbranche, in der Industrie und im Bankenund Versicherungswesen lohnt sich eine frühe Bewerbung ab September; im Baugewerbe hingegen findet die heiße Phase eher von November bis März statt. Und danach? Tatsächlich lohnt es sich auch, im Frühling und Sommer die Augen offen zu halten: In April, Mai und Juni bieten all jene Unternehmen, die noch über offene Ausbildungsplätze verfügen, verstärkt ihre freien Stellen an. Und selbst im Juli und im August – wenn die Zeit also rennt – besteht die Möglichkeit, fündig zu werden. Möglicherweise ist bei einem Unternehmen kurzfristig ein Bewerber abgesprungen, da er von einem anderen Betrieb ebenfalls eine Zusage erhielt. Alles in allem lässt sich sagen: Wer sich rechtzeitig um seine Zukunft kümmert und dabei Ausdauer beweist, hat beste Aussichten auf seinen Wunschausbildungsplatz. 8,90 € I www.ueberblick.de Im Handel oder portofrei unter www.ueberblick.de/shop MEDIEN AUSBILDUNGSBÖRSE 2018 | 23

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