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HEINZ Magazin Wuppertal 10-2016

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HEINZ Magazin Oktober 2016, Ausgabe für Wuppertal, Solingen, Remscheid

BÜHNE ÜBERSICHT

BÜHNE ÜBERSICHT HEINZ-AUTORIN MARCO BRAVI RÖMISCHE KOMPANIE Spellbound Contemp. Ballet ■ Acht TänzerInnen in schwarzen Hosen und Shirts in graubrauner Farbe, karges Licht auf der Bühne: Das ist das minimalistische Setting für den letzten Teil der Trilogie „Lost for Words“, in dem sich die Performer des Spellbound Contemporary Ballets mit vibrierender Energie umkreisen, ineinander winden, sich wieder auseinanderdrehen und von unsichtbaren Lasten zu befreien scheinen. Die Choreografie des künstlerischen Leiters Mauro Astolfi ist eines von fünf Werken, die am 22.10. im Teo Otto Theater zu erleben sind. Astolfi: „Abstraktes Ballett ist ein Wort, das ich nicht kenne. Jedes Ballett hat seine Sprache, die das Publikum auch vernehmen kann. Wir möchten mit unserer Arbeit nicht oberflächlich bleiben, sondern versuchen, tiefere Schichten beim Publikum, also seine Gefühlswelten, anzusprechen. Jeder Zuschauer hat dabei seine ganz eigenen Emotionen.“ dt ❚ SPELLBOUND CONTEMPORARY BALLET Teo Otto Theater, Konrad-Adenauer-Str. 31-33, Remscheid, Tel. (02191) 162650; Termin: 22.10., 19.30 Uhr; Preis: ab 23 € STÜCK VON FERDINAND VON SCHIRACH Terror ■ Major Lars Koch, Kampfjetpilot der Bundeswehr, steht vor Gericht. Angeklagt ist er des 164-fachen Mordes. Was ist passiert? Am 26. Mai 2013 erhält Koch den Befehl, einen vollbesetzten, von Terroristen gekaperten Airbus vom Kurs abzudrängen, was ohne Erfolg bleibt. Ziel der Terroristen ist es, den Airbus in das Stadion stürzen zu lassen, in dem 70.000 Zuschauer dem Länderspiel Deutschland–England entgegenfiebern. Koch entscheidet sich, das Flugzeug abzuschießen, um die Fußballfans zu retten. Alle 164 Airbus- Insassen sterben. Ist Koch schuldig? Jeder Zuschauer erhält einen Stimmzettel, den er in einer Pause ausgefüllt zurückgeben soll. Danach entscheidet sich, wie die Vorstellung weitergeht. Thomas Goritzki inszeniert das Stück des Ex-Strafverteidigers Ferdinand von Schirach als Thriller. Johannes Brandrup (Foto) spielt den vorsitzenden Richter. dt ❚ TERROR Theater und Konzerthaus Solingen, Konrad- Adenauer-Str. 71, Tel. (0212) 204820; Termin: 28.10., 19.30 Uhr; Preis: 13,70-26,50 €; www.theater-solingen.de MARKUS NASS DAGMAR TIGGES Falls etwas passiert Er gilt zusammen mit Terry Riley und Philip Glass als Pionier der Minimal Music: Steve Reich. Von der Underground-Szene New Yorks aus trat die von ihm mitbegründete Stilrichtung ab Mitte der 1960er Jahre ihren weltweiten Siegeszug an. Zusammen mit seiner Frau, der Videokünstlerin Beryl Korot, schuf er 1998- 2002 die Video-Oper „Three Tales“. Vor allem aufgrund der hohen technischen Anforderungen wurde „Three Tales“ bislang ausschließlich auf Festivals gespielt. Jetzt ist das Werk des US-amerikanischen Komponisten, der am 3. Oktober 2016 seinen 80. Geburtstag feiert, im Opernhaus Wuppertal unter der musikalischen Leitung von Jonathan Stockhammer zu erleben. Die szenische Einrichtung übernahm der neue Opernchef Berthold Schneider. Keine Angst, wenn Schneider zu Beginn der Video-Oper zunächst einmal auf Fluchtwege für die auf der Bühne sitzenden Zuschauer hinweist („Falls etwas passiert“). Mehr über die Premiere verrät unser Tipp. Weitere Empfehlungen unserer kleinen Auswahl widmen sich dem modernen Ballett und der Comedy, einem Gerichtsthriller und einem Werkstattabend. Dagmar Tigges UWE STRATMANN ASSOZIATIONSHOPPING Martin Zingsheim ■ Im Sturm hat der 31-Jährige die Kleinkunstszene erobert, zahlreiche Kabarettpreise – darunter den Deutschen Kleinkunstpreis 2015 (Förderpreis) – eingeheimst und den Sprung ins Radio sowie ins Fernsehen geschafft. Jetzt ist das Ausnahmetalent aus Köln mit seinem neuen Soloprogramm auf Tournee durch den deutschsprachigen Raum und präsentiert eine rasante Ein-Mann-Show jenseits aller Schubladen. Am 27.10. tritt er im VISITENKARTE Lena Vogt ■ „Kompromisslos, mutig, zerbrechlich: Janis bewegt mich “, so Lena Vogt. Und die zierliche Schauspielerin, die sich als neues Ensemblemitglied (2016) am Schauspiel Wuppertal mit einem Soloprogramm zu der Rocksängerin Janis Joplin vorstellte, bewegte das Publikum. Abwechselnd sang und rezitierte Vogt. Dabei wurde sie musikalisch begleitet von Stefan Leibold. Mit Songs von „Mercedes Benz“ und „Summertime“ über „Trust me” und Kulturzentrum Klosterkirche in Remscheid- Lennep auf. Er verspricht ein sprachlich wie musikalisch virtuoses Abenteuer über Gott und die Welt, Liebe und Hass, Erziehung und Pauschalreisen. Dabei soll die Dramaturgie des Abends dem wilden Gedankenstrom des frisch promovierten Lockenkopfes folgen. Am Rande des Scharfsinns will sich der verkopfte Senkrechtstarter durch seine eigenen Geistesblitze reden, spielen und singen. dt ❚ KOPFKINO Kulturzentrum Klosterkirche, Klostergasse 8, Remscheid, Tel. (02191) 997090; Termin: 27.10., 20 Uhr; Preis: 14,50/20 €; www.klosterkirche-lennep.de SEBASTIAN EICHHORN VIDEO-OPER VON B. KOROT UND ST. REICH Three Tales ■ Als Akteure durften sich die Zuschauer bei der Premiere der Video-Oper „Three Tales“ im Opernhaus fühlen. Auf der Bühne fanden sie ihre Plätze in weißen Drehstühlen und klatschten zu Beginn als Teil der Gesamtinszenierung minutenlang. Diese Einstimmung („Clapping Music“) auf Steve Reichs Stil der Minimal Music fiel deutlich enthusiastischer aus als der Schlussapplaus nach rund 70 Minuten. Das mahnende Werk erzählt in eindringlichen Bildern und vor der akustischen Kulisse des reichschen Klanguniversums, in das aus Interviews und Gesangsaufnahmen gewonnene Sprachmelodien und -bausteine eingearbeitet wurden, von drei entscheidenden Ereignissen des 20. Jahrhunderts, die das destruktive Potenzial technologischer Errungenschaften deutlich machen: die Hindenburg-Luftschiff-Katastrophe, die Atombombentests auf dem Bikini-Atoll und das Klonen des Gen-Schafs Dolly. dt ❚ THREE TALES Opernhaus Wuppertal, Kurt-Drees-Str. 4, Tel. (0202) 5637666; Termine: 8.10., 20 Uhr, 16.10., 18 Uhr; Preis: 22/11 € erm.; www.kulturkarte-wuppertal.de „Maybe” bis zu „Cry Baby” und „Little girl blue” ließ Vogt mit authentischer Stimme und viel Herzblut im lilafarbenen Glitzertop die Welt der legendären US-amerikanischen Musikerin wiederauferstehen, die 1970 im Alter von 27 Jahren in Los Angeles starb. Die bestens besetzte Premiere der Uraufführung von „Janis! Eine Hommage an Janis Joplin” wurde belohnt mit minutenlangem Applaus sowie Jubelrufen, und es gab eine Zugabe. dt ❚ JANIS! Theater am Engelsgarten Wuppertal; Termine: 1.10., 19.30 h, 2.10., 16 h, 16.10., 18 h; Preis: 10/6 € erm., (0202) 5637666; www.kulturkarte-wuppertal.de TOMAS RODRIGUEZ 58 | HEINZ | 10.2016

193 KünstlerInnen und Galerien der freien Kunstszene Wuppertals Wuppertaler offene Galerien und Ateliers samstags 14 – 20 Uhr sonntags 12 – 18 Uhr 29. + 30. Oktober 2016: Wuppertal-Ost 05. November + 06. November 2016: Wuppertal-West www.WOGAwuppertal.de KULTURBÜRO /

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