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HEINZ MAGAZIN WUPPERTAL 04-2017

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HEINZ Magazin April 2017, Ausgabe für Wuppertal, Solingen, Remscheid

BÜHNE ÜBERSICHT

BÜHNE ÜBERSICHT HEINZ-AUTORIN KALLE KALMBACH EINE SWING-REVUELETTE Volle Tönung! Blondinen ... ■ „Egal was passiert, hier bist du gut frisiert!“ Viel Schwung im Haar und im Theatersaal am Karlsplatz verspricht ab 8.4. das neue Stück der Komödie Wuppertal. Unter der Regie der Theaterchefin Cordula Polster erwacht der Friseursalon Frisur l´amour zum Leben. Dort treffen drei ganz unterschiedliche Frauen aufeinander (Nici Neiss, Diana Ganthner, Annette Potempa). Doch bei Friseur Michele (Sven Olaf Denkinger) sind nicht nur ihre Haare, sondern auch die Befindlichkeiten der Damen in besten Händen – bis sich herausstellt, dass Micheles neuer Internetflirt für alle drei Frauen kein Unbekannter ist. Mit krimineller Power verwandeln die drei Wasserstoffbomben den Salon in einen Revue-Palast mit den größten Swing-Hits. Unter der musikalischen Leitung von Markus Kapp wird zu heißen Rhythmen gesungen, getanzt und das Rasiermesser geschwungen! dt ❚ VOLLE TÖNUNG! BLONDINEN GREIFEN AN Komödie Wuppertal; Termine: 8.4.-26.5.; Preise: ab 19 €, Tickets (0202) 26158921; www.wuppertal-live.de DAGMAR TIGGES Homosexuell, na und? Nicht erst seit dem ESC- Sieg des österreichischen Travestiekünstlers Thomas „Tom” Neuwirth als bärtige Sängerin Conchita Wurst steht fest: Der Kultstatus des Eurovision Song Contest ist unumstößlich – ebenso bei Hetero- wie Homosexuellen. Doch welche Rechte haben gleichgeschlechtliche Paare eigentlich insbesondere in Deutschland? Als größte Diskriminierung empfinden diese es, nicht heiraten zu können; derzeit haben gleichgeschlechtliche Paare nur das Recht auf eine eingetragene Partnerschaft. Dabei gibt es in Deutschland eine sehr große Zustimmung zur „Ehe für alle”. Das belegt eine aktuelle Studie der Antidiskriminierungsstelle des Bundes (ADS): 83 Prozent von insgesamt ca. 2.000 Befragten finden, dass gleichgeschlechtliche Paare dasselbe Recht haben müssten zu heiraten wie Heterosexuelle. 80,6 Prozent glauben, dass Schwule und Lesben auch heute noch unter Diskriminierung und Ungleichbehandlung zu leiden haben. Wie viele alte Vorurteile wirklich in unseren Köpfen herumgeistern, zeigt höchst unterhaltsam die Komödie „Patrick 1,5” von Michael Druke im Teo Otto Theater Remscheid. Dagmar Tigges ANDREAS BASSIMIR EIN PROJEKT ÜBER KRIEG, FLUCHT, HEIMAT Krieg ■ Gellendes Sirenengeheul, Rauchwolken, Kanonenschüsse. In geduckter Haltung bewegen sich Körper durch den Zuschauerraum, erreichen kriechend die Bühne, kauern sich angstvoll zusammen. So beginnt „Krieg – stell dir vor, er wäre hier“. Regisseur Lars Emrich hätte keinen eindrücklicheren Einstieg für seine Inszenierung nach der Erzählung von Janne Teller wählen können, die die Zuschauer immer wieder in Bann zieht, DEUTSCHES REGIEDEBÜT: T. KULJABIN Rigoletto TANZTHEATERSTÜCK Mein Schloss ■ Nach dem großen Erfolg im vergangenen Jahr gibt es jetzt noch einmal die Gelegenheit, die Tanztheaterproduktion „Mein Schloss“ zu sehen. Das innovative Stück, das ein Ensemble aus Tänzern und Musikern unter der Leitung von Jean Laurent Sasportes entwickelte, nähert sich ebenso sensibel wie eindrücklich einer Welt an, die hinter Mauern des Andersseins verborgen ist, sich aber mitten in unserer befindet. Chrystel Guillebeaud, sei es durch das intensive Spiel der insgesamt neun Darstellerinnen und Darsteller, „Zuhause“-Bilder auf der Videoleinwand oder Songs wie Sascha Gutzeits „Nordstadt-Blues“. Dabei spielen vor dem Hintergrund eigener Fluchterfahrungen Rahmatullah Hasani, Hossein Rezai, Behzad Zafar und Drita Rrustemi. Mit Standing Ovations feierte das Premierenpublikum Emrichs neue Inszenierung für das Wuppertaler Kinder- und Jugentheater. dt ❚ KRIEG. STELL DIR VOR, ER WÄRE HIER Theater im Berufskolleg Elberfeld, Bundesallee 222, Wuppertal; Termine: 28.3., 4.4., jew. 18 Uhr; Preise: 9/6 € erm. ■ Er gilt als einer der spannendsten Regisseure der jungen Generation in Russland: Timofej Kuljabin. An der Oper Wuppertal inszeniert er „Rigoletto“, Verdis gewaltiges Drama um Macht, Verantwortung und Verzweiflung. Es ist seine erste Inszenierung außerhalb Russlands. Premiere ist am 9.4. „Die Geschichte von ,Rigoletto‘ ist in der Sprache heutiger Lebensumstände schwer zu erzählen, da sie voll von mittelalterlicher Archaik ist”, sagt Kuljabin. „Wo findet man heutzutage glaubhafte Situationen, in denen ein wirksamer Fluch, ein Menschenraub, gesetzlose Hinrichtungen und selbst ein Buckel eine ebenso starke Bedeutung haben konnten wie bei Verdi und Hugo? Aber wenn wir solche Situationen nicht finden, können wir kein überzeugendes Drama mit echten Menschen darstellen: Deswegen gehen wir – mein Team und ich – auf die Suche“, so Kuljabin. dt ❚ RIGOLETTO Opernhaus Wuppertal, Kurt-Drees-Str. 4, (0202) 5637666; Termine: 9.4., 18 h (Prem.), 15.4., 19.30, 23.4., 16 h; Preis: 10-45 €; kulturkarte-wuppertal.de RALF SILBERKUHL KOMÖDIE VON MICHAEL DRUKE Patrick 1,5 ■ Für Göran (Thomas Rohmer) und Sven (Jan Hasenfuß) ist der große Tag gekommen: Sie leben in einer eingetragenen Partnerschaft. Schon lange haben sich die beiden Männer gewünscht, ein Kind zu adoptieren. Nun haben sie eine Ausnahmegenehmigung erhalten und erwarten jeden Augenblick die Ankunft des kleinen Patrick, 1,5 Jahre jung. Doch durch ein Versehen beim Sozialamt steht schließlich der 15-jährige Patrick (Stefan Peschek), ein krimineller Rabauke, in der Tür. Trotz aller Vorurteile, die schnell zum Vorschein kommen, müssen die drei sich erst einmal arrangieren. Es ist nämlich Gründonnerstag-Nachmittag und beim Sozialamt niemand erreichbar. So treffen zwei Welten aufeinander, die beide außerhalb der gesellschaftlichen Normen stehen. Thomas Rohmer (Theatergastspiele Fürth) inszeniert die Komödie von Michael Druke als Plädoyer für mehr Toleranz und Nächstenliebe. dt ❚ PATRICK 1,5 Teo Otto Theater, Konrad-Adenauer- Str. 31-33, Remscheid, Tel. (02191) 162650; Termin: 26.4., 19.30 Uhr; Preis: ab 21 €, Jugendticket 5 € Kenji Takagi, Chikako Kaido, Eri Fukahori, Ute Völker, Wolfgang Suchner, Naoki Kita, Tetsu Saitoh bringen in die Choreografien ihre Beobachtungen, Erlebnisse und Gedanken zum Thema Autismus ein. Gesten und Blicke von Betroffenen aus der Einrichtung des Vereins Autismus Wuppertal/Düsseldorf-Bergisches Land e.V. werden in der Produktion als Projektionen eingeblendet. Die musikalische Leitung übernimmt Testsu Saitoh. dt ❚ MEIN SCHLOSS Haus der Jugend Barmen, Geschwister- Scholl-Platz 4-6, Wuppertal; Termine: 26./27.4., jew. 20 Uhr; Preis: 18/15 € erm.; www.wuppertal-live.de PRIVAT WUPPERTALER KINDER- UND JUGENDTHEATER 58 | HEINZ | 04.2017

Die bejubelte Aufführung der Ruhrfestspiele Teo Otto Theater Remscheid 18. Mai 2017 19:30 Uhr Compagnie Hervé Koubi Ce Que Le Jour Doit à la Nuit (Die Schuld des Tages an die Nacht) Foto: Eduardo Garcia Gonzales www.teo-otto-theater.de theaterticket.remscheid.de 42853 Remscheid Konrad-Adenauer-Straße 31-33 Theaterkasse Fon: 02191 16-2650

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