Aufrufe
vor 4 Jahren

HEINZ Magazin Dortmund 02-2016

  • Text
  • Magazin
  • Heinz
  • Dortmund
  • Bochum
  • Raum
  • Frei
  • Eintritt
  • Wuppertal
  • Oberhausen
  • Zeche
  • Bergisches
  • Duisburg
HEINZ Magazin Februar 2016, Ausgabe für Dortmund

BÜHNE ÜBERSICHT

BÜHNE ÜBERSICHT HEINZ-AUTORIN ENSEMBLE LABSA IM ZEICHEN EINER TRANSNATIONALEN IDEE Sugar Snap Paradise ■ Unter der künstlerischen Leitung von Emilia Hagelganz und Lene Tempich entsteht in Zusammenarbeit mit dem Ensemble Labsa ein Musiktheater, das sich zeitlosen Fragen widmet. Vom Wunsch nach ureigenstem Glück getrieben, folgt eine bunt gemischte Gruppe Suchender einem solchen Erfüllungsversprechen. Ihre Reise führt sie dabei zu einem fernen Planeten, wo sie von einem alten, schwer berechenbaren Dorfkönig empfangen werden. Kurz darauf sinken die Hedonisten in einen tiefen Schlaf und finden sich im Zentrum ihrer verborgenen Sehnsüchte wieder. Im Einklang mit dem Ansinnen der Sugar Snaps, einen künstlerischen Beitrag zu einer globalisierten Gesellschaft zu leisten und Fragen von Identität sowie Sein in lebendige Formen zu überführen, arbeitet das Stück mit genreübergreifenden Ausdrucksmöglichkeiten wie Tanz und Trickfilm. SiA ❚ SUGAR SNAP PARADISE Theater im Depot, Immermannstr. 29, Dortmund, Tel. (0231) 982120; Termin: 4.2., 20 Uhr; Preise: 14/9 € erm.; www.depotdortmund.de KERSTIN TURLEY Buntes Grau Vielleicht liegt es am Februar selber, an diesem grauen, unentschiedenen Monat irgendwo nach Weihnachten, Silvester und dem noch fernen Frühjahr, dass diese Zeit einlädt, um den Blick auf schicksalhafte Themen zu lenken. Wer nach Neujahrseuphorie nach Tiefe und interessanten Problembehandlungen sucht, der findet in diesem Monat reichlich Auswahl an den Ruhrgebietsbühnen. Themen wie Demenz, Alkoholismus, Wirtschaftsstrukturen versus Mensch, fatale Gentechnologie oder schlicht die immerwährende Suche nach dem paradiesischen Ideal stimmen nachdenklich und liefern eine Vielzahl von Denkanstößen. In Oberhausen wird aus Wedekinds Lulu gar eine ausgewiesene „Mörderballade“ (siehe Bühnenstory). Doch bevor wir eine Parkett greifende Publikumsdepression ausrufen: Wie immer gibt es daneben noch reichlich Möglichkeiten für weniger tragische Theaterabende. Damit wird aus dem grauen Februar ein bunter Strauß an hochkarätigen Angeboten, aus dem jeder nach seiner Stimmungslage schöpfen mag. Kerstin Turley THOMAS JAUK VERMESSUNG DES DELIRIUMS Die Reise nach Petuschki ■ Gleich fährt der Zug von Moskau nach Petuschki und bringt Wenja, Alter Ego des Autors Wenedikt Jerofejew, an seinen Sehnsuchtsort, wo Frau und Kind im geordneten Paradies auf ihn warten. Mit dem ersten Schluck aus der Flasche beginnt seine – von weiteren alkoholischen Getränken gesäumte – Reise. Wenja wird gesprächig, erzählt, reflektiert, schweift ab und gerät zunehmend in irreale Gefilde, die die Grenzen zwischen JUNGE WILDE TREFFEN LEGENDEN Highlights ■ „Dieser Mann kann Gäste empfangen! Das hat uns motiviert, mit einer Show um ihn in die zweite Runde zu gehen“, schwärmt Werner Buss, Künstlerischer Leiter der GOP.- Group. Schon einmal räumte Moderator Martin Quilitz in den GOP.-Theatern ab. Nun der Nachschlag. „Die Tonart der Moderation ist die Improvisation“, sagt Quilitz, und schnackt sich wissbegierig durchs Publikum. Zum Talk kommt die Artistik, junge Wilde treffen auf GRANDFATHERS OF CUBAN MUSIC The Bar at Buena Vista Realität und surrealen Begegnungen verschwimmen lassen. Sein Lebensbericht löst vieles aus beim Publikum: Befremden, Mitleid, Empathie, Sympathie. Voll von russischer Melancholie, Tristesse und Selbstironie entsteht ein absurdes Panoptikum, an dessen Ende Wenja auf wundersame Weise wieder am Kreml endet. Ein elegischer Solo-Abend (Regie: Katrin Lindner), in dem Uwe Rohbeck sämtliche Facetten meisterhaft ausspielt. kt ❚ DIE REISE NACH PETUSCHKI Schauspiel Dortmund/ Studio, Theaterkarree 1-3, (0231) 5027222; Termine: 18.2., 20 Uhr; Preise: 15/10 € erm.; www.theaterdo.de Meister ihrer Zunft. Entbehrlich ist das Klangstabkonzert von Bonse & Korthaus, doch Höhepunkte folgen mit Linda Sander am Vertikalseil, Jonglierlegende Kris Kremo (64) und den Mallakhamb Artisten am indischen Holz- Pole. Gipfelpunkt ist die Schweizerin Naima Rhyn Rigolo (Foto): Hochkonzentriert erbaut sie in ihrer meditativen „Sanddorn-Balance“ ein übergroßes Mobile aus Palmblatt-Rispen. Totenstille. Ein Meilenstein des Varietés. susa ❚ HIGHLIGHTS GOP. Varieté-Theater Essen, (0201) 2479393; Termine: bis 13.3.; Preise: 26-39 €; Verlosung: 3x2 Karten (19.2., 18 Uhr): www.heinz-magazin.de NILZ BOEHME GROSSARTIG GE-HÄNDELT Rinaldo ■ Der verliebte Feldherr Rinaldo (Ileana Mateescu) will lieber heiraten statt zu kämpfen, aber so einfach ist das nicht mit der großen Politik im Nacken – schließlich geht es um die Eroberung Jerusalems. Doch die Gegner, angeführt von der Zauberin Armida (Eleonore Marguerre), bedienen sich übernatürlicher Kräfte, die auf die wunden Punkte des Feindes zielen: Gefühle, Liebe und Sex. Und damit wird die ganze Geschichte höchst menschlich und stellt ihre Protagonisten in modernen Transiträumen als individuelle Charaktere in den Vordergrund. Regisseur Jens-Daniel Herzog beschreibt Rinaldo als „Händels Barock-Musical“ und schafft in seiner Inszenierung eine spannende Balance zwischen pantomimischen Choreografien des Tanzensembles und emotionalen Momenten, in denen die Sänger darstellerisch und koloratursicher überzeugen. Ein Muss für Barock-Fans und solche, die es werden wollen. kt ❚ RINALDO Oper Dortmund, Theaterkarree 1-3, (0231) 5027222; Termine: 6.+18.2., jew. 19.30 Uhr, 14.+28.2., jew. 18 Uhr; Preise: 15-49 €; www.theaterdo.de ■ Sie sind Legenden und trotzdem kein bisschen verstaubt: Im Frühjahr erobern die Grandseigneurs der feurigen Son-Musik mit ihrer Show „The Bar at Buena Vista“ die Bühnen der Metropole Ruhr. In einem Programm voller Musik, Tanz und karibischem Flair entfesseln die wiederentdeckten Musikgrößen kubanische Lebensfreude pur. Die hervorragenden Tänzer und ihre grandiose Liveband entführen die Zuschauer in das stimmungsvolle Havanna der 1940er und 50er Jahre, das untrennbar mit der Bar at Buena Vista verbunden ist, wo mit Klassikern wie „Dos Gardenias“ oder „Chan Chan“ ein Stück Musikgeschichte geschrieben wurde. Wer sich einen Kurzurlaub mit kubanischen Rhythmen, Rum und Zigarren gönnen möchte, dem sei dieser Abend wärmstens ans Herz gelegt. ez ❚ THE BAR AT BUENA VISTA Theater am Marientor Duisburg, 22.3. / Konzerthaus Dortmund, 23./24.3. / Colosseum Theater Essen, 2.4.; (01806) 101011 (0,20 €/Anruf a.d.dt. Festnetz, Mobilf. ggf. abw.); Verlosung: jew. 5x2 Tickets (PK1: 22.3., 23.3., 2.4.): www.heinz-magazin.de CHRISTIAN DAMMERT BIRGIT HUPFELD 58 | HEINZ | 02.2016

17 TAGE ERLEBNISWELT 19.08. – 04.09.2016 KEMNADER SEE BOCHUM www.zeltfestival.ruhr TICKETHOTLINE: 0180. 500 4222 | MO.– FR. 10.00 – 18.00 UHR

Heinz-Magazine 2019

Heinz-Magazine 2018

Heinz-Magazin 2017

Heinz-Magazin 2016