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11_2019 HEINZ MAGAZIN Essen

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LESERATTE | ÜBERSICHT

LESERATTE | ÜBERSICHT Adolf Winkelmann ©Henselowsky Boschmann ADOLFWINKELMANN LIEST IN DUISBURG Ichsehe häufig Dinge Er setztedie Tauben aufsDachdes Dortmunder U: Adolf Winkelmann.Anlässlichdes Kulturhauptstadtjahres 2010 verwandelte derDortmunder Filmemacher mit seiner dreiteiligen Videoinstallation denehemaligenTurm derUnionbrauerei sowohl innenals auch außen. Mittlerweile ist die Bilderuhrauf der Dachkrone,die je nach Tag undUhrzeit unterschiedliche Motive zeigt, zu einem Wahrzeichen derStadt geworden. In Form einerhumorvollen Graphic NovelerzähltWinkelmann nunnoch einmal über seine Vision, aufdem Usieben Metergroße Taubenanzusiedeln. Im November stellt er das Buchmit dem Titel: „Ich sehe häufig Dinge,die es nicht gibt“inder Hamborner Buchhandlung „Lesezeichen“ vor. LN ❚ ICHSEHE HÄUFIGDINGE,DIE ES NICHT GIBT Buchhandlung Lesezeichen,Emscherstraße213, Duisburg, Termin: 7.11. (19.30 Uhr) STEFFENKOPETZKYZUGASTINBOCHUM Goosens Neue Bücher Früher gab’sdie Reihe am Bochumer Schauspielhaus,inzwischenist Gastgeber Frank Goosen mitihr ins kleine Zeitmaultheaterumgezogen.Die Idee istaber dieselbe geblieben:Goosen lädt Autorenkollegen ein, um mitihneningemütlicher Rundeüber ihre neuesten Werkezuplaudern. Diesmal sind LeaStreisandund Steffen Kopetzky zu Gast.Sie hatkürzlich ihren zweiten Roman „Hufeland,EckeBötzow“veröffentlicht, dervon der Freundschaftzweier Nachbarskinder im Ostberlin kurz vorund kurz nach der Wendehandelt.Erverwebt in „Propaganda“gekonnt Fakten undFiktion, indemerseinenProtagonisten, den Propaganda-ExpertenJohn Glueck, durch fast vier Jahrzehnte Weltgeschichte jagt undihn historischePersönlichkeiten wie John F. Kennedy, Charles Bukowski oderErnest Hemingway treffenlässt. LN ❚ GOOSENS NEUE BÜCHER Zeitmaultheater, Imbuschplatz 11,Bochum; Termin: 11.11. (19.30 Uhr) Steffen Kopetzky ©Enno Kapitza Lina Niermann GesellschaftlicheZwänge Am 30. Dezember 1819 wurdeim BrandenburgischenNeuruppinein Schriftstellergeboren,der Generationen vonSchülern durchihren Deutschunterricht begleitet hat: TheodorFontane. Ob dieBallade über den spendablen Herrnvon Ribbeck ausdem Havelland, der BirnenanvorbeikommendeKinder verteilt, der Gesellschaftsromanüberdie in ihrer Ehe vereinsamte Effi Briest oder dieunglücklichverlaufende LiebesgeschichtezwischenBaron Botho und der Näherin Lenein„Irrungen, Wirrungen“–eins seinerWerke stand immerimLehrplan und mussteauswendig gelerntoderanalysiert werden. Leider verleidet dieerzwungeneBeschäftigungmit einemAutor einemja oftdie Lust an demselben und an seinemOeuvre. Anlässlichseines200.Geburtstages lohntessichabervielleicht doch noch mal–mit etwasAbstand– einenBlickauf die Schullektürezu werfen:Auf FontanesLandschaftsbeschreibungen,die man im Deutsch- Leistungskurs so ermüdendfand, hinter denen sich aber oftmehrverbirgt, alses auf den ersten Blick scheint. Oder auf seine Darstellung des starrenMoralkodexesdes Deutschen Kaiserreichs, der Menschen zu sinnlosen Duellen nötigt, Liebespaaren aufgrund vonStandesunterschieden ihrGlückverwehrtund untreueEhefrauen ausder Gesellschaft verstößt. Wernicht selbst lesen mag: Im Dortmunder Café BlickpunktstelltRezitatorPeter Schützeam12.11. ab 19 Uhrunterdem Titel „So spendet Segen noch immerdie Hand ... TheodorFontane“einigeder berühmtestenGedichte und Erzählungen des vielseitigen Autors vor. Lina Niermann Julian Heun ©Saskia Bauermeister MARCOGÖLLNER LIEST IN DERBÖRSE Nichtsdavongetragen? Eine Kittelschürzemit Abperleffekt, der Duft von4711und dieweltbesten Püfferken –Oma Martha wusstehalt, wie’sgeht. Schon 2018 hatder Hörspiel-Regisseur MarcoGöllner seiner Omamit dem Buch „Oma Martha & Ich“ ein Denkmal gesetzt. Nun gibt‘s einen Nachschlag.Mit nochmehr amüsantenAnekdoten aus einer Kindheit in den70er- und 80er-Jahren in BadSalzuflen. Beieiner patenten ESSENER FESTIVAL WIRBTFÜR TOLERANZ Literatürk Die15. Ausgabedes „Literatürk“-Festivals lädt 13 Tage langzuLesungen, Kabarett,Schreibwerkstätten, Musik undGesprächen nach Essen undMülheim.HierkommenAutoren aus verschiedenen Ländernzusammen, um Grenzen zu überwinden, Vorurteile abzubauen undKategorien wie das Eigene unddas Fremde zu hinterfragen.Wie etwa Kerim Pamuk, dersich in derZentralbibliothek aufeine Reise Oma,die wusste, dass dieTreternicht mittigaufn Flur jehöan, dieregelmäßig mit ihrerSchwägerin Üttchen im Hof Erbsen auskrüllteund diebei Unwetter stets eine „Jewittatüte“ mitallenwichtigen Dokumentenauf dieTreppe stellte. Und wehe,der Restder Familie hattenicht ebenso vorgesorgt…Inder Wuppertaler Börse liestGöllner aus Band zwei. LN ❚ DER JUNGE HATDOCH NICHTS DAVONGETRAGEN? DieBörse,Wolkenburg100, Wuppertal, Termin: 26.11. (20-23 Uhr) Kerim Pamuk ©Selfies für Blindschleichen LITERATURFEST IN DORTMUND Les.Art Ungewöhnliche Literaturformatean besonderen Orten. Dafürsteht das Festival Les.Artseitdem Jahr 2000. Und auch dasProgramm der20. Ausgabe hat vielUngewöhnliches zu bieten: Wieetwaden vonStudierenden derTUDortmund organisierteninterkulturellen Abend„Ich bin mehr als du siehst“ im TheaterFletchBizzel, der zumAustauschund Abbauvon Vorurteilen einlädt.Nachwuchsautorenlesenhier aus ihren Texten und geben Einblickeindie kulturelleVielfalt desRuhrpotts(9.11.). Im Domicil stehen beim „Wortklubder lebenden Dichter“ knackfrische Versevon Thomas Gsella,Fritz Eckengaund Julian Heun im Mittelpunkt.Der vierte in der Herrenrunde,ThomasKoch, moderiert(14.11.). Und natürlich darf auch die traditionelle Fußball-Lesung in den Mannschaftskabinen desWestfalenstadions nichtfehlen (11.11.). LN ❚ LES.ART versch.Orte(u. a. Literaturhaus,Domicil, TheaterFletchBizzel), Dortmund; Termine: 6.-18.11. durch1500Jahre Kulturgeschichte begibt (20.11.). In seinem Buch„Kiffen, Kaffee undKajal“ zeigt er,wie sehr dasach so bedrohte Abendland schon seit Jahrhundertenvom Orient beeinflusst undbereichertwurde . UndimGrillo greifenAutoren mitihrerEssaysammlung „EureHeimat ist unser Albtraum“,den oftzur Ausgrenzung verwendeten Heimatbegriffan (12.11.). LN ❚ LITERATÜRK versch.Orte, Essen u. Mülheim; Termine: 11.-23.11. ©Rowohlt Verlag 62| HEINZ |11.2019

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