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STADTPLAN | STORY Kaffeekirschen ©TransFair e.V., Sean Hawkey Faires Handeln LokalesEngagementzählt Immermehr Städte in NRWschmückensichmit dem Label„Fairtrade-Town“. Verliehen wirdder Titelvon derOrganisation Fairtrade Deutschland. Doch wie viel fair steckt wirklich drin?Reichtes, wenn derOberbürgermeister fairproduzierten Kaffee trinkt? Wastun Städte allgemeindafür,umfairer und nachhaltiger zu werden?Lina Niermann hatinDortmund undinHattingen nachgefragt. I nNRW gibt es bereits 131 „Fairtrade-Towns“, deutschlandweit sind es sogar558.Einebeeindruckende Zahl, die jedoch auch leise Zweifel aufkommen lässt, obdie Kriterien, die eine Kommune erfüllen muss, ummit dem Titel ausgezeichnet zu werden, nicht sehr niedrig angesetzt sind (s. Infokasten). „Die Zahl der Fairtrade-Towns zeigtvor allemdas großeEngagementder Gesellschaft für den fairen Handel. Die Kampagne gibt einen Anstoß für die Beschäftigung mit dem Thema und regt einen Prozessan“,erklärt Melanie Leucht, Pressereferentin von Fairtrade Deutschland. „Kommunen stellen beispielsweise ihre Produktbeschaffung auf nachhaltig um, die lokale Politik übernimmt Verantwortung für die globale Wirtschaft,Schulenschärfenihr Profil und wechselnzueinem Caterer, der faireProdukteanbietet,Universitätenorganisieren Aktionen auf dem Campus und regen den wissenschaftlichen Diskurs zum fairen Handel an –das sind nur einige Beispiele für den durch die Kampagne herbeigeführten gesellschaftlichen Wandel.“ Die Fairtrade-Towns-Kampagne soll also Anreize schaffen, sich auf kommunaler Ebene stärker zuengagieren, nicht mehr und nicht weniger. Auch Christoph Struß, wissenschaftlicher Mitarbeiter im Büro für in- ternationale Beziehungen und nachhaltige Entwicklung der Stadt Dortmund, sieht inder Initiative lediglich einen guten Ausgangspunkt. „Die Kampagne ist darauf angelegt, dass man das als Stadt auch schaffen kann. Es geht darum, das Thema fairer Handel überhaupt mal in der Öffentlichkeit zuspielen und Menschen dafür zu sensibilisieren.Zum Beispiel auch dafür,dasssichTeileder Fluchtursachen durchfairenHandel bekämpfen lassen.“ Was das Engagement in den Bereichen fairer Handel und Nachhaltigkeit betrifft, ist Dortmund ein vergleichsweise alter Hase. Schon 2003 wurde die Stadt in einem bundesweiten Wettbewerb zur „Hauptstadt des Fairen Handels“ gekürt. Angeschoben durch den Wettbewerb gründeten die Beteiligten noch im gleichen Jahr das „Dortmunder Aktionsbündnis zum Fairen Handel“, eine Initiative, bei der mittlerweile etwa 80 Vereine, Schulen und Weltläden aktiv sind. Sowar die Bewerbung als „Fairtrade-Town“ für die Stadt im Jahr 2009 dann fast eine reine Formsache. Was tut Dortmund aber konkret? Auf der Webseite „fairtradestadt-dortmund.de“ bietet das Dortmunder Aktionsbündniszum Beispiel einenLadenlokal- und ei- 42| HEINZ |11.2018

Dortmunder Aktionsbündnis zum Fairen Handel ©Stadt Dortmund Bürgermeister Dirk Glaser und die Hattinger Steuerungsgruppe für Fairen Handel ©Stadt Hattingen nenGastronomiefinder für die gezielte Suchenach fairen Lädenan, städtische Kitas könnenBio-und Fairtrade-Produkteordernund bei der Beschaffung vonBerufsbekleidung achtetdie Stadt darauf, dass die Kleidung fair produziert wurde. Das war zuBeginn gar nicht so einfach, erinnert sich Struß: „Als wir 2009 unsere Kantinenmitarbeiter neu ausstatten wollten, hat sich auf unsere Ausschreibung niemand beworben.“ Der Markt war auf die Nachfrage schlicht nicht vorbereitet gewesen.Mit Hessnaturund anderen Herstellern gabes zwar Anbieter von fairer Mode, die aber keine Berufsbekleidung produzierten. Seitdem hat sich einiges getan, sodass heute unter anderem die Dortmunder Feuerwehrleute, die Gärtner vom Grünflächenamt und die Tierpfleger imZoo faire Berufsbekleidung tragen. Verbesserungsbedarf sieht Struß insbesondere imIT-Bereich. „Smartphones und Computer sind noch nicht fair und noch nicht nachhaltig.Sie werden unterdem Einsatz seltener Erden hergestellt, die in Afrika unterschwierigenBedingungenabgebautwerden.“ Ein Versuch der Stadt, einige Mitarbeiter mit „Fairphones“, einem Handymodell eines niederländischen Anbieters, auszustatten, scheiterte schließlich am Datenschutz, weil das Telefon zuleicht zuhacken war. So gibt es in Sachen fairer Handel immer wieder Probleme und Hürden,die es zu überwinden gilt „Das istein Thema, beidem man überallnoch verbessernkannund nieein Endefindet“, meintStruß. In Hattingenist man zwar noch nichtganzsoweit wie in Dortmund, aber trotzdem mit viel ehrenamtlichem Einsatz dabei. „Wir möchten vermitteln, dass jeder Hattinger durch den Kauf von Fairtrade-Produkten einen wirksamen Beitrag zu einer gerechteren Welt leisten kann“, sagt Georg Hedwig von der Fairtrade-Steuerungsgruppe. Hattingen ist Fairtrade-Town Nr. 371 und trägt das Label seit 2015. Kürzlich hat die Steuerungsgruppe in Zusammenarbeit mit der Stadt eine erweiterte Fassung eines Einkaufsführers herausgebracht, der im Handtaschenformat die fairen AdresseninEinzelhandel und Gastronomie auflistet, aber auch informiert, welche Schulen, Kindergärten und Institutionen sich besonders engagieren.Wie zum Beispiel die Kita St. Christopherus, in der schon die Kleinsten lernen,aus welchenLändernetwaBananen,Kakao und Schokolade stammen und welche Siegel esfür fair gehandelte Produkte gibt. Für das kommende Frühjahr plant die Steuerungsgruppe eine Veranstaltung zum Thema „faires Heiraten“, die unter anderem informieren soll,woraufBrautpaare beim Kauf der Ringe oder auch beim Catering achtenkönnen. „Wir haben unsbewusst dieses Thema ausgesucht, weil das eines ist, was gerade junge Leute betrifft und anspricht“, erklärt Georg Hedwig. Inden Städten ist also viel in Bewegung, bis fairer Handel aber zum Maßstab und Normalfall für wirtschaftliches Handelnwird, gibt es noch viel zu tun. Humboldtstr.45I44137 Dortmund Tel. 0231 /142525lwww.fletch-bizzel.de Fr. 02.11., 20Uhr SIEGFRIED &JOY: „ZAUBERSHOW“ Sa. 03.11., 19.30 Uhr LESART.FESTIVAL NAVID KERMANI: „ENTLANG DEN GRÄBEN“ Mo. 05. -Fr. 09.11., 15 Uhr LESART.FESTIVAL „KINDERGARTENBUCHTHEATERFESTIVAL“ Di. 06.11., 19.30 Uhr LESART.FESTIVAL MAXIM LEO &JOCHEN GUTSCH: „ES IST NUR EINE PHASE, HASE!“ Fr. 09.11., 20Uhr BERND GIESEKING: „FRÜHER HAB’ ICH NUR MEIN MOTORRAD GEPFLEGT“ Sa. 10.11., 18 Uhr LESART.FESTIVAL „WIR SIND –HELDEN VON HIER!“ 09.03.19 BOCHUM 25.05.19 OBERHAUSEN NOVEMBER Mi. 14.11., 10 Uhr THEATER TURBINE: „WIBBEL UND DIE WUNDERBÜCHER“ Fr. 16.+ Sa. 17. 20 Uhr +So. 18.11., 18 Uhr ENSEMBLE FLETCH BIZZEL: „DER VORNAME“ So. 18.11., 11 Uhr THEATER TURBINE: „WIBBEL UND DIE WUNDERBÜCHER“ Mi. 21.11., 10 Uhr THEATER TURBINE: „WIBBEL UND DIE WUNDERBÜCHER“ Mi. 21.11., 20 Uhr WILLIAM WAHL: „WAHLGESÄNGE“ –SOLO-PROGRAMM Fr. 23.+ Sa. 24. 19.30 Uhr +So. 25.11., 18 Uhr FLETCH TOTAL 16 +: „DREIGROSCHENOPER“ So. 25.11., 11 Uhr THEATER TURBINE: „WIBBEL UND DIE WUNDERBÜCHER“ Di. 27.- Fr. 30.11., 20 Uhr EMSCHERBLUT: „ALLE JAHRE WIEDER“ –WEIHNACHTS- SPECIAL-IMPRO-SHOW 07.12.18 ESSEN 22.02.19 DÜREN 22.03.19 DORTMUND 30.03.19 KÖLN KULTUR- UND KOMMUNIKATIONSZENTRUM 06.11. Programm November 02.11. Der Storb 03.11. dIRE sTRATS 06.11. Der Postillon -live 07.11. Stoppok &Band 08.11. Voices of Town 09.11. Bosstime 10.11. Ü50 Disko 16.11. IGELS 17.11. TONfest 22.11. BLISS -“Mannschaft” 23.11. Andrea Bongers 24.11. REMODE 24.11. Ü30 Party 28.11. Death Machine Weitere Veranstaltungen auf www.lindenbrauerei.de Rio-Reiser-Weg 1 | 59423 Unna 16.11.18 OBERHAUSEN 30.11.18 BOCHUM 26.01.19 DORTMUND 02.02.19 DÜSSELDORF 09.03.19 KÖLN Fr. 23.11. 30.12.18 DORTMUND 31.12.18 OBERHAUSEN 09.02.19 KREFELD 10.02.19 KÖLN 21.02.19 ESSEN KRITERIENDER FAIRTRADE-TOWNS-KAMPAGNE Fürden TitelFairtrade-Townmuss eine Kommune nachweislichfünfKriterien erfüllen, die das Engagement fürden fairen Handel in allen Ebenen einer Kommune widerspiegeln. 1. Ratsbeschluss DieKommune verabschiedet einenRatsbeschluss zur Unterstützung des fairen Handels. Beiallenöffentlichen Sitzungen sowieimBüro des Ober-/Bürgermeisters wird fair gehandelter Kaffee undein weiteres Produktausgeschenkt. 2. Steuerungsgruppe Einelokale Steuerungsgruppewirdgebildet, die auf dem Wegzur Fairtrade-Town die Aktivitäten vorOrt koordiniert. DieGruppebesteht aus mindestensdreiPersonen aus denBereichenZivilgesellschaft,Politikund Wirtschaft. Quelle: www.fairtrade-towns.de/mitmachen/die-fuenf-kriterien/ 3. Fairtrade-ProdukteimSortiment In denlokalen Einzelhandelsgeschäftenund beiFloristensowie in Cafés undRestaurants werden mindestenszweiProdukteaus fairem Handel angeboten.Richtwertist hier dieEinwohnerzahlder Kommune. 4. Zivilgesellschaft Produkte aus fairem Handel werden in öffentlichen Einrichtungenwie Schulen, Vereinen undKirchen verwendet. Darüberhinaus werden Bildungsaktivitätenzum Themafairer Handel umgesetzt,oft im Rahmen weiterer Kampagnen vonTransFair z. B. der Kampagne Fairtrade-Schools. 5. Medien Dieörtlichen Medienberichtenüber alle Aktivitätenauf dem Wegzur Fairtrade-Town. 15.06.19 DÜSSELDORF 03.04.19 WUPPERTAL 04.04.19 KÖLN 29. –31.10.18 KÖLN 02.05.19 KÖLN TICKETS UNTER WWW.P-PROMOTION.INFO sowie an allen bekannten Vorverkaufsstellen TICKETHOTLINE 06073-722 740 11.2018| HEINZ |43

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