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11-2017 WUPPERTAL HEINZ MAGAZIN

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HEINZ Magazin November 2017, Ausgabe für Wuppertal, Solingen, Remscheid

Frau mit Krug (Suzanne

Frau mit Krug (Suzanne Leenhoff, später Manet) 1858-60 © Ordrupgaard, Copenhagen, Foto Anders Sune Berg

Außenseiter Gute Unterhaltung! Intensive Anziehungskraft Edouard Manet war nie ein angepasster Künstler und sorgte mit seinen Bildern regelmäßig für Skandale. Das Von der Heydt- Museum in Wuppertal würdigt ihn in einer großen Schau und beleuchtet dabei sein Verhältnis zu Politik und Gesellschaft im Frankreich des 19. Jahrhunderts. 16.11.17 Historische Stadthalle Wuppertal 05.12.17 Historische Stadthalle Wuppertal E in Einzelgänger und überaus eigensinnig: Edouard Manet (1832–1883) war ein Meister der Provokation, der Zeit seines Lebens um die Anerkennung als Künstler kämpfte. Immer wieder wurden seine Bilder vom Pariser Salon zur Ausstellung abgewiesen. Mit Werken wie „Frühstück im Grünen“ oder „Olympia“ löste er öffentliche Skandale aus, da sie gegen die zeitgenössischen Prinzipien der Aktmalerei verstießen, Nacktheit nur in Verbindung mit dem Göttlichen zu zeigen. 13.12.17 Historische Stadthalle Wuppertal 20.03.18 Historische Stadthalle Wuppertal Tickets & Infos: 02405 - 40 860 | www.meyer-konzerte.de Die Reiterin, um 1882 © Museo Thyssen-Bornemisza, Madrid Das Wuppertaler Von der Heydt-Museum widmet Edouard Manet eine umfangreiche Ausstellung, die das komplette Œuvre abdeckt, von den Anfängen im Atelier Thomas Coutures bis hin zu den letzten Gartenbildern aus Rueil. 45 Gemälde sind zu sehen, Leihgaben aus Paris, New York, Tokio, Sao Paulo, Budapest, Oslo, Stockholm und Melbourne. Des Weiteren werden Zeichnungen, Aquarelle und Fotos sowie Werke seiner Weggenossen gezeigt. Im Zentrum der Schau steht Manets Weltbild als Künstler, aber auch als Bürger, der im Kaiserreich Napoleon III. für eine demokratische Republik plädierte und mit seiner Kunst die Verhältnisse zu ändern suchte. In elf Kapiteln skizziert die Ausstellung das Leben und Werk Manets: u. a. sein Frühwerk, seine künstlerischen Affronts gegen die Gesellschaft in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, sein Verhältnis zur Fotografie. Ein eigener Raum ist den Seestücken vorbehalten – maritime Motive finden sich vielfach im Werk Manets, der ursprünglich eine Laufbahn bei der Marine anstrebte. Auch die spanische Periode des Künstlers wird abgebildet, ebenso seine außergewöhnlichen Porträts, die auf den Betrachter eine intensive Anziehungskraft ausüben. Zum besseren Verständnis der Person Manets und seiner Arbeit hat das Museum ergänzend Werke seiner Zeitgenossen beigestellt: Im Dialog mit der damaligen künstlerischen Avantgarde Frankreichs entsteht so das Bild eines herausragenden Malers, der seiner Zeit weit voraus war. bk ❚ EDOUARD MANET: Von der Heydt-Museum, Wuppertal; Dauer: bis 25.2.2018, www.stadt.wuppertal.de 11.2017| HEINZ |57

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