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04_2019 HEINZ MAGAZIN Duisburg, Oberhausen, Mülheim

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KUNST | ÜBERSICHT

KUNST | ÜBERSICHT Magdalena von Rudy, König Mistico, 2013, HD Video, 8:46 Min, Standfoto: Caroline Schreer KUNST AUSDÜSSELDORF d-polytop. Fotografie,Schriftzeichen, figurative Malereiund minimalistische Skulpturen, Objekt-Collagen mitPuppen und allerhand Zeug,Videosund ausgreifende Installation im Innen- oder Außenraum.Die Kunsthalle Düsseldorf hat sichseitjeher alsein Haus fürdie Avantgarden der Moderne verstanden. Immer wieder haben experimentelle Ausstellungsformate diehiesige Kunstszene ausdem Umfeld der Akademie in den Blick genommen. Und so kommen auch diemeisten der 13 Künstler*innender Ausstellung „d-polytop“ aus der Region.Sie arbeiteninden unterschiedlichsten Medien undGenres, wirken als Artist’sArtists in dierheinische Kunstszene zurück und gemahnenmit ihrenInterventionen auch an die Geschichte derInstitution Kunsthalle und derensperrig-kubische Architektur. kb ❚ D-POLYTOP. KUNSTAUS DÜSSELDORF; Kunsthalle Düsseldorf;Dauer:bis 28.4. 2019; www.kunsthalle-duesseldorf.de KÖRPER-DENKEN Martin Disler 25 menschengroße,expressive Bronzefiguren –ausgewählt ausdem 66-teiligenKonvolut„Häutungund Tanz“(1990/91)–fesselnund erschrecken zugleich.Mitteninder Bewegung angehalten, oftohne Arme,gehen,hocken,knieen, kriechen, stehen sie, ihre Oberfläche bucklig undrau, Gesichterknappangedeutet.Können siehören, sehen, sprechen? Immer wieder gehtesdem SchweizerMaler, Bildhauer und Literat Martin Disler (1949-1996)umden Ausdruck derBewegung des KörpersimRaum, um Raumerfahrungund Raumerweiterung.ImSkulpturenparkWaldfrieden gelingt ein seltenes,außerordentliches Treffen der aufviele Sammlungen verteiltenarchaischen,verletzten Kreaturen. Disler,Autodidakt und documenta-Teilnehmer, beschreibt sie als „Schattenarmee“. bws ❚ MARTIN DISLER,HÄUTUNG UNDTANZ; Skulpturenpark Waldfrieden,Wuppertal; Dauer: bis 16.6., www.skulpturenpark-waldfrieden.de Martin Disler, #28 der Werkgruppe „Häutung und Tanz“, 1990-91, (c) Nachlass Martin Disler, Foto: Michael Richter. Claudia Heinrich Unter dem Schauspielhaus Mittlerweile istdas „Oval Office“ im Kellerdes Schauspielhauses alscooler neuerKunstraum in Bochumetabliert. Mitdem Intendantenwechsel 2018 wandelte sich das einstige„Theaterunten“ unterkuratorischer Regievon Tobias StaabineineMultimedia-Ausstellungslocation. Theatralik spieltweiterhineine Rolle:Schonder Weghinab thrillt. Linker Nebeneingang, Treppe, durchdie frühere„EveBar“,heuteeine etwas schrömmeligealternativeKellerbar.Tresen rechtsliegenlassen,einmal umsEck, eineschwereTür aufstemmen und voilà:willkommeninder fensterlos finsterenUnterwelt. Mitatmosphärischen Einzelausstellungen wurde diese nunbereits dreimalkünstlerisch in Szene gesetzt.Mal mitspektakulärenStroboskoplichtblitzen,Nebelschwaden und Elektrobeats(Kurt Hentschläger), mal umweltaktivistisch u. a. miteinerWeltkarte ausZuckerwürfeln (Michael Saup),mal rauschhaftund farbenfreudigmit Videoinstallationenvon rituellen Performances des chinesischen SzenestarsTianzhuo Chen.Auf Rave- Rhythmen,Butoh-Tanz und schrill kostümierteGestaltenfolgt nunKontrastprogramm:Terry Rileywirdab18.4. eine andere, kontemplativereNotesetzen. Der83-jährigeUS-amerikanische Komponistist alseiner der Urväterder MinimalMusic weltbekannt. 18 Uhr eröffnetRileyseine Sounderlebnisinstallation„Time LagAccumulator III“, die mit rhythmischen Wiederholungen arbeitet, über Bandmaschinen Echo- und Verzögerungseffekte erzeugt, aber auch anderen Sinnenetwas bietet. Besucher dürfen mitmischen alsKlangerzeuger,indemsie einlabyrinthisches Raumsystem ausSpiegeltüren durchqueren. Theatervom Feinsten. ClaudiaHeinrich Ausstellungsansicht „B1 –Konstrukteure künstlerischer Form“ Raum gestaltet von KONSORTIUM, Märkisches Museum Witten, Foto: Ben Hermanni DIAMONDS AGAINSTSTONES Marge Monko MargeMonkoanalysiertmit künstlerischen Mitteln die hocheffiziente Werbungder Diamantenindustrie und ihrenWandel im Laufeder Zeit,der einhergehtmit demWandel desFrauenbildes.„ADiamond is forever“ hieß es mal undgeschickteWerbestrategen sorgten dafür, dass Diamantringe sich weltweit als Verlobungsgeschenk durchsetzten. In ihrererstendeutschen Einzelausstellungkombiniert WELT ZUM GEGENSTAND Klasse Weber Starker Auftakt: Am Eingangzum Ausstellungstrakt in deralten Villa des Gelsenkirchener Museums stehtein Eyecatchermit Verstörungspotenzial. Kunststudent Hyeon Ung Ka hatdie Haut eines Spanferkels vergoldet und samtFerkelskulptur in einer Vitrineexponiert.Imnächsten Raum bringt ein sanfterFußtrittunterCharlotteDrews „Glastisch“ über dem Boden baumelnde Trinkgläser zum Erklingen, Philip Reuver verbirgt Bilder hinterAbdeck- MargeMonko in einer Vitrine Schmuckfotos mitKieselsteinen und kommentiertvia Video den neuen Slogan „Women of theWorld,raiseyour rightHand“,willsagen: Kauf dirdeinen Diamantring selbst! Kämpferischironisierend präsentiertdie estnische Künstlerin auch Partneruhren-Anzeigen,Kollagenrund um eine historische Strumpffabrikund eine temporäreInstallation in der Essener City für„Die Frau vonHeute“. ch ❚ MARGEMONKO Museum Folkwang,Essen; Dauer: bis 5.5.,www.museum-folkwang.de Blick in die Ausstellung „Welt zum Gegenstand“, Foto: Kunstmuseum Gelsenkirchen KÜNSTLERKOLLEKTIVE KONSORTIUMtrifftB1 Zwei Künstlerkollektiveaus zwei Generationen treffenaufeinander: Breit angelegt mit80Werken von10Künstlern präsentiertdas Wittener Museum bis 22.9. dieGruppe „B1“, 1969gegründet, 1970 wiederaufgelöst.Alle Mitglieder lebten in direkter Nachbarschaftder heutigen A40. Getragen vonAufbruchsstimmung undFortschrittsglauben ihrerZeit hatten sie geplant, denöffentlichen Raum entlangdes Ruhrschnellwegs künstlerisch aufzuwerten. Die Politikwinkteab. So blieben nur Konzepte und Modelle. Dies greift ein Kollektivaus drei zeitgenössischen Künstlernauf:Das KON- SORTIUM(LarsBreuer, SebastianFreytag, Guido Münch ausKöln und Düsseldorf)gestaltete–nebensechs Räumen füreigeneWerke –einen künstlerischen Dokumentationsraumzuden Projekten der teils schon verstorbenen B1-Kollegen. ch ❚ KONSORTIUM TRIFFT B1 MärkischesMuseum, Witten; Dauer: bis 26.5., www.maerkisches-museum-witten.de folie, Lena Dues arrangiert eine Miniatur-Galaxis, TobiasDoerreinen „Schrein für Stein“…so gehtesinspirierend und abwechslungsreich weiter über drei Etagen.Der Kunstverein Gelsenkirchen hatdie Klasse Weber, KunstakademieMünster,zuGast. 22 StudierendezeigenWerke in verschiedenen Techniken, diekünstlerisches PotenzialinAlltagsdingen aufdecken. ch ❚ WELTZUM GEGENSTAND Kunstverein Gelsenkirchen, Dauer: bis28.4., www.kunstmuseum-gelsenkirchen.de Diamonds Against Stones, 2018 (Installation inder Vitrine: 5 Steine, iPhone, 3Fotografien) ©Marge Monko 46| HEINZ |04.2019

WIRMACHEN THEATER. NeuesProgramm – jetzt Kartensichern! Der Vorverkauf läuft! Der Trainer muss weg „SommerSpecial 2019“ –imSpiegelzelt 17. Juli–20. Juli Theater Fletch Bizzel ganzjährig in Dortmund z.B. EnsembleFletchBizzel: „Der Vorname“ www.fletch-bizzel.de RuhrHOCHdeutsch im Spiegelzelt an den Westfalenhallen Programm 2019 13.Juni–13.Oktober www.ruhrhochdeutsch.de GEIERABEND 2019 „CAMP GEIER“ –SommerspecialimSpiegelzelt 25. Juli–27.Juli WeitereInformationen findenSie unter: www.fletch-bizzel.de Veranstalter:Theater Fletch Bizzel ·Humboldtstr. 45 ·44137 Dortmund ·Tel.0231-142525 04.2019| HEINZ |47

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