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03_2019 HEINZ MAGAZIN Wuppertal, Solingen, Remscheid

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BÜHNE | ÜBERSICHT

BÜHNE | ÜBERSICHT Robert Targan Gothic-Geisterbahn Die 10er-Auswahl steht:Die Jury des 56. BerlinerTheatertreffenshat ihre Auswahl bekanntgegeben,nachdemsie in 65 deutschsprachigenStädtensatte 418 Inszenierungen besucht hat. Gute Nachrichten fürs Revier:Nach 2017 („Die Borderline Prozession“) erhält das Schauspiel Dortmund abermals eine Einladung in dieHauptstadt! Ersan Mondtags Inszenierung „Das Internat“ hatte im vergangenenJahr sowohl beim Publikum, alsauchinder Presselandschaftfür Aufsehen gesorgt:Erzähltwirddarin dieGeschichteeines Internats, das 17 Jungen beherbergt– ohneLehrer,ohneAufsicht.Die Hierarchien dieser romantischen Gemeinschaft sind klar abgesteckt;eiserne Rituale wie Sport, Essenund Lernenbestimmen den Alltagder Knaben. Mondtag reißt in diesem zauberhaftenBildertheater dieInternatstüren weit auf: Die Schülerleben in Angst,esgibtOpfer,Täter, Abtrünnige. Letzterewerden „entsorgt“. Die BerlinerJuryurteilt: „Es ist eine optisch spektakuläre Welt-Entrückung, dieErsan Mondtagaus Pappmaché und naiven Zeichnungen alsGothic- Geisterbahn am SchauspielDortmund erschafft.“ Weiterist dieRede voneinem„archaisch-künstlichem Szenario“, das „große philosophische Fragen auslöse“. Etwajene, waseine gerechteRevolutionsei und wann diese in Faschismusumschlage. Vom3.bis zum19. Maifindet dasBerlinerTheatertreffen statt; das Dortmunder Haus hältübrigens alseinzigesTheaterNordrhein- Westfalens beimWettbewerbdie Fahne hoch. Robert Targan Plakatmotiv zu„Elektra“ ©Theater im Depot Daniel Verasson WUNDERWESENINGELSENKIRCHEN BigFish MORALISCHE FRAGEN Schatten kalter Sterne UNTER DEM MEER Arielle Disney-Klassiker +Live-Orchester= unvergessliches Erlebnis.DieseGleichung ging schon mit„Dschungelbuch“ oder „Fluchder Karibik“ auf. Nun kommtauch„Arielle,die Meerjungfrau“als Filmkonzert daher –der beliebteAnimationsfilm geht auf Deutschlandtournee unddarfimSektorinDortmund, Essenund Köln bestaunt werden.UnterLeitung desrenommiertenDirigentenChristian FRAGEN DESLEBENS Der kleine Prinz In dieser Produktiondes „Theaters der Generationen“ werden Fragengestellt:zuunserer Existenz,zuden Rätseln desLebens, zurBedeutung von Liebeund Freundschaft. Fragen, die eben auch in AntoinedeSaint-ExupérysMeilenstein „Der kleine Prinz“ gestellt werden. Der Titelheld begibt sich darin auf eine Reise voller Begegnungen –ertrifft auf verschiedeneBewohner anderer Planeten undlerntdabei Der Roman „Big Fish“von Daniel Wallacefunktionierte einstinder VerfilmungTim Burtons und entfaltet auch als Musical vonAndrew Lippa undJohn Augustseinen geheimnisvollenZauber.AmMusiktheaterim Revierwerden dieAbenteuerdes Handelsvertreters Edward Bloom (Benjamin Oeser)erzählt–ein„großer Fisch“,glaubtman jedenfallsden Geschichten, dieerseinem Sohn Will erzählt.Darin gehtesumHexen, Riesen undallerlei Wunderwesen. Will folgt seinem Vater, noch mitSkepsis,indiesen wildwucherndenGartender blühendenPhantasie;als Edward unheilbarerkrankt,möchte Will endlich die Wahrheit überdie Vergangenheit seines Vaters erfahren. Aufdem elterlichen Dachboden beginnt diese Reise. Musikalische Leitung: Heribert Feckler, Inszenierung: Andreas Gergen. RT ❚ BIGFISH MusiktheaterimRevier,Kennedyplatz, Gelsenkirchen; Termine:9., 15., 16.3., je 19.30 Uhr (weitereTermine bis Juni); Preis: 15,56-57 € Erst im Herbst 2018 uraufgeführt, gehtChristoph Nußbaumeders Stück „ImSchatten kalterSterne“ einer wichtigen Verantwortungsfrage nach: Inwieweitdürfenwir Menschen die Entscheidung über Leben und Todan Maschinen abgeben?ImMittelpunkt der Inszenierung am Wuppertaler Opernhaussteht Dr.Wolfgang Anders (Martin Petschan), eingefragter Softwareentwicklerfür KünstlicheIntelligenz. Jüngstindie Forschungsabteilungdes milliardenschwerenRüstungsunternehmens „Bimini“ berufen, stehterals Entwicklungsleiter fürvollautonome Mikrodrohnenunterhohem Druck; seinErfolg ruftfirmeninterneNeider aufden Plan.Mit der Tänzerin Milena erhält plötzlich eineStimme der Vernunft Einzug in Anders‘Leben –sie stellt drängende Fragen nach moralischer Verantwortung… RT ❚ IM SCHATTEN KALTER STERNE Opernhaus Wuppertal,Kurt-Drees-Str.4;Termine: 27.2.,2.+9.3., je 19.30Uhr (weitere in April+Juni); Preis:24,50-29€ ©Disney die Lebensartder großenLeutekennen.Wirdder kleine PrinzAntworten aufseine Fragenerhalten –etwavom notgelandeten Piloten in derSahara, vomgezähmtenFuchs oderder rätselhaftenSchlange? Das„Theaterder Generationen“ vereintMenschen von 10 bis80Jahren; auf derBühne des Theaters am Engelsgartenspüren die Darsteller ihreneigenen Assoziationen zumStück nach. RT ❚ DERKLEINEPRINZ TheateramEngelsgarten, Engelsstr.18, Wuppertal; Termine: 15.,16.,22., 30.3., je 19.30 Uhr; Preis: 10 €; WUT, HASS, RACHE Elektra MandarfdieseFamilienverhältnisse durchaus als„kompliziert“ bezeichnen: DieTochterdes mykenischen Königs Agamemnon, Elektra,hat sich kurzerhand selbst ausder Herrscherdynastieausgeschlossen; ihre Schwester Iphigenie wurdeermordet. Mutter Klytämnestratötet mitihrem GeliebtenÄgisth denVater;Elektras BruderOrest hingegenwurde verbannt. RegisseurRemoPhilipp bringt am TheaterimDepot Ordnungins Geschehen undinszeniert„Elektra“ nach Hugovon Hofmannsthal.Die Titelfigur zeigt sich darinvon Hasserfüllt; blind vorWut sinntsie auf Rache undwartetvor denPalastmauernauf den Augenblick derVergeltung. Da taucht plötzlichder totgeglaubteBruder Orest auf undbringt Elektras Pläne ins Rollen …Hofmannsthal ließ sich vonder Psychoanalyse Freuds beeinflussen. RT ❚ ELEKTRA TheaterimDepot,Immermannstr.29, Dortmund; Termine: 22. +23.3.,je20Uhr; Preis: 15-17 € Schumann wird derzweifachOscarprämierte Soundtrackvon einem umfangreichen Symphonieorchester intoniert;gleichzeitig flimmertder abendfüllendeZeichentrickfilm über eine Großbildleinwand.Die Geschichte einer ungewöhnlichen Liebezwischen zwei Welten wurde auch dank der emotionalen Musikvon denKomponisten Alan Menken undHoward Ashmannzum zeitlosen Welterfolg.RT ❚ ARIELLE,DIE MEERJUNGFRAU Konzerthaus Dortmund (20.4.),PhilharmonieEssen (21.4.), PhilharmonieKöln(22.4.),je16Uhr; Preis: ab 32 € Benjamin Oeser ©Lenja Schultze Uwe Schinkel 58| HEINZ |03.2019

Dusan David Parizek ©Johanna Pošová FRAUEN IM KRIEG Iphigenie Regisseur Dušan DavidPařízek möchte mit seiner „Iphigenie“ am Schauspielhaus Bochumdie Frage in den Mittelpunkt rücken,auf welcher Grundlage Männer über dasLeben vonFrauenentscheiden. Pařízek: „Mich interessieren ethische Fragen, mit denen sichder Einzelneund dieGesellschaftinZeitender Bedrohung konfrontiertsehen.“ In Euripides‘ „Iphigenie in Aulis“ erwägt Agamemnon zu Beginn derTrojanischenKriege die Opferung seiner eigenen Tochter, um vorseiner eigenen ArmeeHaltungzu zeigen.Die titelgebende Heldinfindet sich in politischen Konfliktenwieder, fürderen Lösung sie mitihrem Leben einstehen soll.Der Regisseurist sich sicher:Gewalt ereignet sichnicht mehrnur in anderen Welten, sie ist wieder beiuns angekommen. Hier findet er den aktuellen Bezug. RT ❚ IPHIGENIE Schauspielhaus Bochum, Königsallee 15; Termine: 16.,20.,21., 27.3.; je 19.30 Uhr; Preis: 17-40,40 € SELBSTBEDIENUNGSMENTALITÄT Cash Ein beachtliches Lügengebäude, das sich Eric Swan (Stefan Diekmann) da aufgebauthat:Durch einen Irrtum desSozialamts auf eineperfide Idee gebracht, erfindet er gemeinsam mit seinem Onkel George(Sven Seeburg) ein weitverzweigtesNetz an fiktiven Untermieternund Familienangehörigen,umfür jeden einzelnen Geld vomAmt abzukassieren.Bereits vor zwei Jahren wurde Eric bei denStadtwerken gefeuert–denRausschmiss konnteervor Ehefrau Linda verheimlichen, fürseine finanziellen Probleme scheinternun eine Lösung gefunden zu haben.Inder RegieTobias Maternas entfaltetdie Komödie desAutors Michael Cooneysdas feineBildeiner Gesellschaft, dievor Selbstbedienung undAusnutzung keinen Halt macht. Starke Pointen, Situationskomikund britischerHumorrundenab. RT ❚ CASH -Und ewig rauschen die Gelder Grillo- Theater, Theaterpl. 11,Essen; Termine: 2., 9., 22.3., je 19.30 Uhr+10.3.,16Uhr; Preis: 14-37 €; Stefan Diekmann ©Philip Lethen Elisabeth Hoppe ©Sabrina Weniger KÜNSTLERISCH KAPITULIEREN? Recht des Stärkeren In Kolumbien bringt derSteinkohleabbau die Rodung vonWäldernund Umsiedelung vonganzen Dörfern mit sich;Vertreibungund auchMordgehörenzur Tagesordnung. In Dominik Buschsdeutscher Erstaufführung „Das Rechtdes Stärkeren“ möchte Protagonistin Nadja(Elisabeth Hoppe) genau dieseMissständeineinem Dokumentarfilm festhalten. MitAlvárokann sie einen Zeugen gewinnen, dervor der Kamera über dieZusammenarbeit zwischenParamilitärsund Rohstoffkonzern aussagen möchte.Alváros Ausführungen sind tiefgreifend und haben dasPotential,Veränderungen zu bewirken. Alsseine Familie aufgrunddieserBrisanz Todesdrohungen erhält, findet sichNadja in einer moralischen Zwickmühlewieder:Menschen schützen oder künstlerisch kapitulieren? Regie: Florian Fiedler. RT ❚ DASRECHT DESSTÄRKEREN TheaterOberhausen, Will-Quadflieg-Platz1;Termine: 7.3. (19:30 Uhr) + 10.3. (20Uhr); Preis: 18 € Ballett Preljocaj Playlist #1 09.03.2019 19:30 Uhr ©Jean-Claude Carbonne TeoOtto Theater Remscheid | Konrad-Adenauer-Straße 31-33 | Theaterkasse 02191 16-2650 | theaterkasse@remscheid.de 03.2019| HEINZ |59 www.teo-otto-theater.de | Webshop: theaterticket.remscheid.de

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