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03-2018 WUPPERTAL HEINZ MAGAZIN

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HEINZ Magazin März 2018, Ausgabe für Wuppertal, Solingen, Remscheid

KUNST | TIPP DES MONATS

KUNST | TIPP DES MONATS Vogelperspektive Neue Ausstellung im Gasometer Unser Blick auf Berge hat sich gewandelt. Früher galten viele dieser Giganten der Landschaft als mystisch, geheimnisvoll, heilig – und vor allem: unüberwindbar. Heute versuchen sogar fast 500 Touristen im Jahr, den Mount Everest zu besteigen. Das zeigt, welch ungeheure Faszination die Berge immer noch ausüben. Diese Faszination bedient jetzt eine neue, erstaunliche Ausstellung im Gasometer Oberhausen. B ei „Wunder der Natur“ war es eine Erdkugel, die in der Mitte des riesigen Gasometers hing und mit Videobildern des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) bespielt wurde. Den Wechsel von Tag und Nacht, Sonnenaufgang und -untergang, Wetterbewegungen, die Stimmungen der Jahreszeiten – all diese Phänomene können die Besucher der neuen Ausstellungen jetzt mit modernen 3D-Projektionen, die ebenfalls vom DLR stammen, auf einem maßstabsgetreuen Modell des Matterhorns betrachten. Es lohnt, sich etwas Zeit zu nehmen, denn der Blick auf das charakteristische Bergmassiv ist im 100 Meter hohen Gasometer von verschiedenen Ebenen aus möglich – und sein Aussehen verändert sich durch den projizierten Zeitverlauf ständig. Durch die Art des Aufbaus blicken die Besucher, wenn sie ihren Kopf nach oben recken, aus der Vogelperspektive auf die Bergspitze. „Durch einen Spiegel, der etwa zwölf Meter im Durchmesser hat, ist es von den Sitzen in unserer Manege aber auch möglich, das Matterhorn richtig herum zu sehen – als betrachte man es von Zermatt aus“, sagt Gasometer-Geschäftsführerin Jeanette Schmitz. „Die Besucher blicken im Gasometer auf wissenschaftliche Daten, die mit modernster wissenschaftlicher Technik gewonnen wurden“, erklärt Nils Sparwasser vom DLR. „Was normalerweise dazu dient, Erkenntnisse über unsere Erde und ihre Veränderungen zu gewinnen, lässt sich hier nutzen, um die machtvolle und wunderbare Gestalt unserer Natur erlebbar zu machen.“ Um dieses faszinierende Herzstück der Schau gruppieren sich gut 150 großformatige Fotografien und rund 20 Filme: Sie zeigen dramatische Erstbesteigungen, die vielfältige Tier- und Pflanzenwelt u „Wie im lung, w zunehm Videos Geschi Oberha der Zw rekt ne Kletter Flachla lich am sche A net un Der Ga Eröffnu te Sch mine d Messne klusiv- ❚ DER BE www.gasom Gasometer Oberhausen / Thomas Wolf 56| HEINZ |03.2018

Eintritt frei Präsentation in der Sammlung Massimo Colombo Getty Images. Model and Property Released (MR&PR) welt und die Entstehung der Gebirge, den Kreislauf des Gesteins. „Wie immer wird es keine in erster Linie wissenschaftliche Ausstellung, wo man gezwungen ist, viele Informationen in Textform aufzunehmen“, sagt Jeanette Schmitz, „aber wer durch die Bilder und Videos angezogen wird, kann sich natürlich weitere Infos zu ihrer Geschichte durchlesen.“ Seit 2001 kursiert im Team des Gasometers Oberhausen die Idee zu einer Ausstellung über Bergwelten. Dass in der Zwischenzeit – wie an vielen anderen Orten in der Region – direkt nebenan der Klettergarten „tree2tree“ floriert, ist kein Zufall: Klettern liegt wieder im Trend bei jungen Menschen – und auch Flachlandtiroler wie die Bewohner des Ruhrgebiets tun das natürlich am liebsten im richtigen Gebirge. Das bestätigt auch der Deutsche Alpenverein, der in NRW wieder Mitgliederzuwächse verzeichnet und Kooperationspartner der Schau „Der Berg ruft“ ist. Der Gasometer liegt also mal wieder voll im Trend: „Lange vor der Eröffnung haben wir bereits viele Gutscheine verkauft“, sagt Jeanette Schmitz. Und einen großen Ansturm erwartet sie, wenn die Termine des Rahmenprogramms mit Bergsteiger-Stars wie Reinhold Messner und Gerlinde Kaltenbrunner oder Manuel Bauer, dem Exklusiv-Fotografen des Dalai Lama, veröffentlicht werden. Max Florian Kühlem ❚ DER BERG RUFT Gasometer, Arenastr. 11, Oberhausen; Dauer: 16.3.-30.12., Öffnungszeiten: Di-So 10-18 Uhr; www.gasometer.de Edvard Munch Sehnsucht und Erwartung Museum Folkwang 16. Februar – 22. April 2018 Museum Folkwang Museumsplatz 1 45128 Essen Unterstützt durch Edvard Munch, Die Mädchen auf der Brücke, 1927, Munch Museum Oslo 03.2018| HEINZ |57

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