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01_2020 HEINZ MAGAZIN Essen

STADTPLAN | STORY So

STADTPLAN | STORY So wird 2020... In Duisburg sieht man im Lehmbruck Museum „Lynn Chadwick – Biester der Zeit“ (29.2.-26.7.), eine Retrospektive des wichtigsten britischen Bildhauers der Nachkriegszeit. Sein Markenzeichen: fantastisch anmutende Schöpfungen aus verschweißten Eisenteilen. Auch fantastisch: Die fotografischen Eindrücke, die Linda McCartney inden 60- ernsammelte.Die Ludwiggalerie im Schloss Oberhausen zeigt sie vom 18.1.-3.5. Ergänzt durch Arbeiten aus der Reihe „Roadworks“ und den experimentellen, mit Sonnenlicht entwickelten „Sunprints“. Auch im Schloss: Passend zu Karneval sieht man ab dem 2.2. Arbeiten des DüsseldorferSatirikers Jacques Tilly. ©Paul McCartney, Fotografin Linda McCartney, Courtesy Sammlung Reichelt und Brockmann ...im Museum In Dortmund zeigt der HMKV ab April/Mai 2020 die Ausstellung „Fatada/Fassade“ basierend auf einem kollaborativen Nachbarschaftsprojekt inder Nordstadt. Eswerden Fragen zukultureller, politischer und baulicher Repräsentation diskutiert und Hausmodelle entwickelt –inspiriert von Roma-Bauformen. Derweil im Museum Ostwall: Nach längerer Umbauphase wird abAnfang Februar die Sammlung unter dem Titel „Body &Soul. Denken, Fühlen, Zähneputzen“ neu präsentiert. Essens Museum Folkwang widmet sich ab dem 29.5. einer zentralen Künstlerpersönlichkeit der 80er: Keith Haring. Inder großen Retrospektive werden frühe Zeichnungen und Experimente mit Video und Performance, großformatige Gemälde auf Papier, Leinwand und Vinyl versammelt. Eine weitere Ikone der Pop Art sieht man später im Jahr in Köln: Das Museum Ludwig plant zusammen mit der Tate Modern inLondon eine große Retrospektive zuAndy Warhol. Mit der Ausstellung soll auch das Bild des Künstlers auf Grundlage neuer Forschungserkenntnisse erweitert werden. Düsseldorf ehrt derweil im Kunstpalast den Fotografen Peter Lindbergh. „Untold Stories“ (5.2.-1.6.) ist die erste selbst kuratierte Werkschau des in Duisburg aufgewachsenen Künstlers. Ebenfalls imFebruar öffnet die Ausstellung „Pablo Picasso. Kriegsjahre 1939 bis 1945“ (15.2.-14.6.) imK20. Mit Gemälden, Skulpturen, Zeichnungen und Zeitdokumenten soll vom Menschen Pablo Picasso während des Zweiten Weltkriegs und den Widersprüchen des Alltags in diesen Zeiten erzählt werden. Fans von Albrecht Dürer dürfen sich bereits den 7. Oktober 2020 vormerken, denn dann werden exakt 500 Jahre nach der Ankunft Albrecht Dürers inAachen drei Ausstellungen das historische Treffen von Künstler und König Karl V.behandeln, der damals imDom zum König gekrönt werden sollte. Des Weiteren wird Dürers letzte Reise gewürdigt, die ihn über Aachen in die Niederlande geführt hat. Ein weiteres Jubiläum feiert die Stadt Bonn: 2020 jährt sich der 250. Geburtstag des in Bonn geborenen Komponisten Beethoven. Die Bundeskunsthalle leitet bereits seit Dezember 2019 in das Jubiläumsjahr „BTHVN2020“ ein – mit der Ausstellung „Beethoven. Welt.Bürger.Musik“, die Leben, Werk und Wirken vermittelt. Bis zum 26. April 2020 gibt es zahlreiche Original-Exponate von Porträts bis zu Instrumentenzusehen. sr Pablo Picasso, Taube, 4.12.1942, Chinatusche, Auswaschungen und Gouache auf Büttenpapier, 64,8 x46 cm, Musée national Picasso-Paris, ©Succession Picasso /VGBild-Kunst, Bonn, 2019 Foto: ©bpk /RMN -Grand Palais /Michèle Bellot 40| HEINZ |01.2020

DasneueJahr wirftseine Schatten voraus –auf die Theaterbühnen, Ausstellungsräume,Leinwände und Konzerthallen derRegion. Welche Termine man sichfür 2020 vormerkensollte, verrät unseregroße Jahresvorschau. ...auf den Konzertbühnen Klar, zuden Ärzten wollten sealle. Doch die drei Dortmunder Termine Anfang Dezember waren blitzartig ausverkauft. Aber keine Angst, genugandereLegenden beehren2020 dieKonzerthallen der Region. Peter Maffay zum Beispiel kommt auf große 50-Jahre-Tour (6.3., Westfalenhalle, Dortmund; 8.3., Kö-Pi-Arena, Oberhausen) und Santana feiert sein 50 Jahre altes Meisteralbum „Abraxas“ (23.3., Lanxess Arena, Köln). Nur knapp über 50Jahre alt ist übrigens die kanadische Königin des Pops Céline Dion (21.6., Lanxess Arena), nach der gleich die nächste Queen in Köln spielt: Queen. Die Band. Mit Adam Lambert (26.6.). Noch mehr Royals? Wie wäre esmit dem Prince of Darkness aka Ozzy Osbourne (11.11.,Westfalenhalle)? Der lässt sich von Judas Priest supporten. Ein echter Sir steht 2020 auch zum Abrocken parat: Sir Elton John. Dank großer Nachfrage und vermutlich auch neu entflammter Begeisterung aufgrund seiner verfilmten Lebensgeschichte in „Rocketman“ spielt Elton gleich drei Termine: Am 5.9. sowie am22. und 23.10. inder Lanxess Arena. Und dann residieren noch die einzig legitimen Könige des Schlagerpops für gleich zwei Unplugged-Konzerte inDortmund: Pur! (11.+12.12., Westfalenhalle). Ach ja: Der nur ein bisschen legendäre Sting (15.6., Lanxess Arena) kommt auch vorbei. Genauso wie die niemals müden Pet Shop Boys (2.5., Kö-Pi-Arena) und die auf niemals enden wollender Abschiedsreisetourenden Kiss (14.6., Westfalenhalle). Eine ziemlich fette Tour spielen nächstes Jahr auch Madsen. Die Deutschrocker haben am18.4. in Dortmunds Warsteiner Music Hall einfach mal Nada Surf mit dabei und am 1.5. in Kölns Palladium die immerguten The Subways. Dicker wird vielleicht nur die Tour von Deichkind (u. a.29.2., Lanxess Arena; 4.3., Westfalenhalle; 11.9., Seaside Beach, Essen), die immer eindrucksvolle Live-Erlebnisse erschaffen. Das gilt auch für die gigantisch guten Berliner von Seeed. Die beehren am 28. und 29.8. den Pott mit Open-Air-Konzerten am Seaside Beachdes EssenerBaldeneysees. Celine Dion ©Denise Truscello Ein paar fein ausgewählte Geheimtipps wollen aber auch ausgesprochen sein. Empfehlenswert ist etwa das Londoner Indierock- Quartett The Big Moon (10.3., MTC Club, Köln). Wer nicht nach Köln fahren will, kann sich einen Tagspäter, am 11.3., die grandiose Techno-Marching-Band Meute in der Bochumer Jahrhunderthalle anschauen. In Bochums Schauspielhaus darf man sich derweil auf die Tindersticks freuen (18.4.), die seit den 90ern Gitarren- mit Kammermusikvermengen. Deichkind ©Studio Schramm Berlin Zu guter Letzt noch ein Blick auf die kommende Festivalsaison: Linientreu bleibt etwa das Juicy Beats Festival (24.+25.7., Westfalenpark, Dortmund), das wieder einen wilden Stilmix aus jungem Hip- Hop und frischem Indierock abliefert. Mit Kummer, Drangsalund Juju sind einige der stärksten Stimmen der Nation vor Ort. Ähnlich furios die Mischung beim Deichbrand (16.-19.7., Seeflughafen Cuxhaven): Neben Beatsteaks stehen etwa Steve Aoki und Nightwish. Auch schon gut bestückt ist das Summerjam (3.-5.7., Fühlinger See, Köln): Neben den Dauergästen Gentleman und Patrice kommen auch Rastafari-Star Tarrus Rileyund Fettes Brot. lv 01.2020| HEINZ |41

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