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HEINZ Magazin Bochum 07-2016

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HEINZ Magazin Juli 2016, Ausgabe für Bochum, Herne und Witten

STADTPLAN STORY Untot in

STADTPLAN STORY Untot in Bottrop Walker-Apokalypse Ab sofort kann man sich im Movie Park in Bottrop auch abseits der Halloween-Saison erschrecken lassen: In der dauerhaften Horror-Attraktion „The Walking Dead Breakout“ bekommen es die Besucher mit blutrünstigen Zombies zu tun – genau wie die Helden der gleichnamigen TV-Serie. Die Kulissen des Live- Erlebnisses wurden originalgetreu nach genauen Vorgaben des US-Senders AMC gestaltet. MOVIE PARK GERMANY V on Körperpflege halten sie augenscheinlich sehr wenig, ihre Garderobe ist mit „schmuddelig“ noch äußerst beschönigend umschrieben – und ihr schwankender Gang legt die Vermutung nahe, dass sie permanent einen im Tee haben. Doch obwohl Zombies damit die faulige Antithese zu den makellos-glatten Hollywood-Stars unserer Zeit sind, kann es in puncto Publikumserfolg derzeit niemand mit ihnen aufnehmen. „The Walking Dead“ heißt die TV-Serie, die seit sechs Jahren alle Rekorde bricht und die Untoten mit den schlechten Essmanieren zu einem weltweiten Phänomen gemacht hat. Nachdem sich der Zombievirus – es gibt ja kein Gegenmittel! – auch auf deutschen Flachbildschirmen ungehindert ausbreiten konnte, hat die Epidemie nun erstmals die Wohnzimmer verlassen: Am 19.6. sind die lebenden Toten in Bottrop ausgebrochen! Mit „The Walking Dead Breakout“ schlägt der Movie Park Germany dabei ein neues Kapitel auf. Bislang hielt der Schrecken stets im Herbst Einzug in die Film- und Freizeitwelt – wenn mit dem „Halloween Horror Fest“ im Oktober Europas größte Veranstaltung dieser Art die Grusel-Fans kreischen ließ. Ab sofort spritzt das (Kunst-)Blut nun dauerhaft im Movie Park. „Wir haben gemerkt, dass die Nachfrage sehr hoch ist, und reagiert“, erklärte Geschäftsführer Thorsten Backhaus im Vorfeld der Eröffnung. Und schon die erste Bekanntmachung der Bottroper „Walking Dead“- Pläne überzeugte die Verantwortlichen von ihrem richtigen Riecher: „Die Reaktionen waren der Wahnsinn. Gleich unser erster Facebook-Post ist eingeschlagen wie eine Bombe und hat insgesamt 2,2 Millionen Menschen erreicht“, erinnert sich Pressesprecherin Jessica Demmer. 12 | HEINZ | 07.2016

MOVIE PARK GERMANY Auf einer Fläche von 700 Quadratmetern können die Besucher seit der Eröffnung nun in den „Walking Dead“-Kosmos eintauchen – sofern sie das 16. Lebensjahr erreicht haben. Denn wie auch die verschiedenen Attraktionen beim „Halloween Horror Fest“ bietet „The Walking Dead Breakout“ keinen zahm-lahmen Geisterbahn-Grusel für Opis und Enkel, sondern deftige Schockmomente mit Biss. Buchstäblich. Angesprochen werden alle Horrorfans, nicht nur ausgewiesene Kenner der Serie. Lediglich letztere werden allerdings die originalgetreu gestalteten Kulissen aus der Serie wiedererkennen. Und mehr, wie Jessica Demmer verspricht: „Für die echten Fans haben wir in den verschiedenen Räumen spezielle Details aus der Serie eingebaut.“ Sichtbar ist die neue Attraktion nur für diejenigen, die sich den Besuch bei Zombies nervlich zutrauen – schließlich sollen Familien mit Kindern nicht aus Versehen den Schreck fürs Leben bekommen. Der „Walking Dead Breakout“ findet komplett „indoor“ statt, seine frisch importierten Untoten hält der Film- und Freizeitpark sicher unter Verschluss. (Seit „Jurassic Park“ weiß man, wie so was enden kann!) 1.400 m² Holzplatten, 4,5 km Holzbalken und 500 Liter Farbe wurden dafür verbaut und an die Wände gebracht. Aber – Achtung Spoiler! – die Zombies sind natürlich nicht echt. Auch nicht importiert, sondern lupenreine Eigengewächse. Im April gab es ein großes Casting, bei dem sich rund 50 Bewerber um die Jobs als lebende Tote bemühten. Ein gutes Dutzend Zombies giert nun pro Schicht nach Menschenfleisch – ganz so wie es ihre Kollegen vom Film in den bislang sechs Staffeln der preisgekrönten Serie tun. Doch Moment, der Kenner weiß: Von „Zombies“ ist in den aktuell 83 Folgen von „The Walking Dead“ gar nicht die Rede. Als hätte das Trüppchen Überlebender um den grimmigen Rick Grimes nie von Film- Klassikern wie George A. Romeros „Zombie“ gehört, werden die doch offensichtlich einwandfreien Untoten in der Serie meist als „Beißer“ bezeichnet – zumindest in der deutschen Fassung. Im Original heißen sie noch etwas zahnloser „Walker“. Und so – der Authentizität des US- Vorbilds verpflichtet – werden die Untoten auch offiziell im Movie Park gerufen. Obgleich die stoisch fressfixierten Herrschaften persönlicher Ansprache erfahrungsgemäß ohnehin nicht zugänglich sind. Insgesamt durchlaufen die Besucher im „Walking Dead Breakout“ mehr als 15 visuell und akustisch durchdachte Räume, die so akribisch wie möglich diversen Handlungsschauplätzen der Serie nachempfunden sind – in enger Abstimmung mit dem US-Sender AMC, der die Serie produziert. Sogar genaue Farbcodes für den Anstrich der Kulissen übermittelten die Lizenzgeber nach Bottrop. Wer die Serie kennt, wird beim Besuch bemerken: Los geht’s dort, wo auch für den Protagonisten, Deputy-Sheriff Rick Grimes, in der ersten Staffel alles begann: im Krankenhaus. Dort erwacht der ahnungslose Ordnungshüter aus seinem Koma und wundert sich, wie es der Welt um ihn herum inzwischen ergangen ist. Die totale Abwesenheit von Pflegepersonal entpuppt sich nämlich nicht als fatale Auswirkung einer fehlerhaften Gesundheitspolitik, sondern hat eine noch schwerer wiegende Ursache: die Zombie-, pardon „Walker-Apokalypse“. Fortan ist die Welt ein ganz und gar unwirtlicher Ort, an dem man stets funktionsfähiges Schieß- oder Stechgerät zur Hand haben sollte. Mit den Worten des berüchtigten „Governors“ ausgedrückt: „So ist das Leben heute. Man tötet oder man stirbt. Oder man stirbt und tötet dann.“ Mit dem zitierten Erzschurken müssen sich Rick Grimes und seine Gefährten in Staffel drei und vier herumschlagen, als sie in einem verlassenen Gefängnis Unterschlupf finden. Ein Schauplatz hochdramatischer Szenen, den die Besucher im „Walking Dead Breakout“ ebenfalls aus nächster Nähe betrachten dürfen. Am Ende des Rundgangs erreicht man im letzten Raum das mysteriöse „Terminus“ – ein Ort an dem sich Grimes & Co. etliche Folgen lang Schutz erhoffen. Als sie dort ankommen, müssen sie sich jedoch – Augen zu, wer das Ende von Staffel vier noch nicht kennt! – drastisch eines Besseren belehren lassen. Nur so viel: Die in Bottrop nachgebaute „Terminus“-Szenerie firmiert intern unter der Bezeichnung „Butcher Room“, zu Deutsch etwa: „Schlachthaus“. Wie gesagt, „The Walking Dead Breakout“ ist keine zahme Geisterbahn. Stefan Moutty ❚ THE WALKING DEAD BREAKOUT Movie Park, Bottrop, Zutritt ab 16 Jahren, Preis: 5 € zusätzlich zum regulären Parkeintritt; www.movieparkgermany.de Sparkasse Dortmund und Radio 91.2 präsentieren: RuhrHOCHdeutsch im Spiegelzelt Musik · Kabarett · Comedy 28. Juni–9. Oktober 2016 Rheinlanddamm 200 (an der Westfalenhalle 1) Jürgen Becker · Fritz Eckenga Hennes Bender · René Steinberg Max Uthoff · Wilfried Schmickler Lioba Albus · Jochen Malmsheimer Frank Goosen und viele mehr … www.ruhrHOCHdeutsch.de DORTMUND

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