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05/06_2020 HEINZ Magazin

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SERVICE | GRILLEN Kleine

SERVICE | GRILLEN Kleine Grillschule #1 DerSommersteht vorder Türund dernächste Grillabend kommt, sobald dieCorona-Zeit vorbei ist,bestimmt. Wernochvor Saisonbeginnein bisschen Know-howstudieren unddie besten Praktiken ausprobieren will,ist hier goldrichtig.Inunserer neuen Reihe präsentieren wir Monatfür MonatneueTipps aus derduftenWelt desGrillens.Zuerst dieFrage allerFragen:Gas-,Kohle-oderHolz? ©Sebastian Drolshagen

Gas, Kohle oder Elektro? Schmeckt manden Unterschied? Hier müssen wir schon gleich mit einem verbreiteten Mythos aufräumen: Beim Geschmack des Grillgutes gibt es bei korrekter Anwendung keinen Unterschied zwischen den einzelnen Grill-Arten. Auf einem Holzkohlegrill schmecken Produkte nicht anders, nicht „rauchiger“als beim Gas- oder Elektro-Pendant. Gutdurchgeglühte, grillfertige Grillkohlen und –brikettes enthalten keinerlei (Rauch- )Aromen.Ausnahme: Kohlegrills, diemit Holz befeuertwerden. Hier nähert man sich der „Smoker-Technik“, was in einem späteren Teil unserer Serie vorgestellt wird. Bei den klassischen Grillmethoden sind allein Temperatur,Techniksowie dieArt und Qualität des Grillgutes für das Geschmackserlebnis zuständig. Welche Ausstattungbraucht der Grill? Ein Grill mit Deckel ist das Aund O! Egal ob mit Kohle, Gas oder Elektrizität geheizt wird: Nur so gelingt es, Temperaturen konstant hoch zu halten und das ideale Grillergebnis zuerzielen. Als Faustregel gilt: Bei jedem Öffnen des Deckels verlängert sich die Grillzeit um etwa fünf Minuten. Wernicht eh einen Camping- oder Balkontisch in derNähe hat, sollte bei der Ausstattung seines Grills auf robuste seitliche Ablageflächen und Grillbesteckhalter achten, um Tellerund Werkzeug stets griffbereit zu haben. Wer seinen Grill dauerhaft unter freiem Himmel lagert, sollte sich vor dem Kauf über passende, atmungsaktive Wetterschutzhauben informieren. Nur so kann sich ansammelndes Kondenswasser verdampfen und die Rostbildung erfolgreich verhindertwerden. Wie viel kostet einguter Grill? Bereits unter 100 Euro sind geeignete Holzkohlegrills mit Deckel und Ablageflächen zu haben. Sie verrichtenguteDienste, verfügen über ausreichend große Grillflächen und sind bei fachgerechter Lagerung und Pflege durchaus langlebig. Ungefähr in dieser Preisklasse starten auch gute Elektro-Varianten. Die Leistung sollte hier bei mindestens 2.000 Watt liegen. Sie gibt es als Tischgrilloder mit darunterverbautem Grillwagen mit Rollen und Ablageflächen. Allerdings ist die Grillfläche hier oft kleiner als beim Holzkohlegrill.Vergleichbare Gasgrills kosten zwar mehr (ab ca. Anzündkamin ©Andreas Zabel 180 Euro), amortisieren sich aber insbesondere mit Pfand-Gasflaschenextremschnell. Wie bedient man welchen Grill? Der Elektrogrill scheint schnell und einfach einsatzbereit: Schalter umlegen und los geht’s. Großer Vorteil: Das Brennmaterial geht nicht zur Neige. Großer Nachteil: Das System braucht meistens extrem lange, umauf hohe Temperaturen zu kommen. Für gute Röstaromen sind Temperaturen von220 °C undmehrideal.Das kann bei Elektrogrills Wartezeiten von über 30 Minuten bedeuten. Zwar gibt es hier auch schon innovativere Varianten, die sogar Ein Grill mitDeckel istdas Aund O! Maximaltemperaturen vonbis zu 300 °C erreichen. Die Anschaffungspreise sind allerdings entsprechend hoch. Deutlichschneller einsatzbereit istder Gasgrill: Aufdrehen, Zündknopf drücken, Deckel schließen und nach rund fünf bis zehn Minuten ist der Grill auf Betriebstemperatur. Ebenso wie bei den meisten Elektro-Variantenkanndie Leistung sehr leicht über Regler eingestellt werden. Thermometer im Deckelbereich informieren über die aktuelle Temperatur. Wesentlich aufwendiger ist die Inbetriebnahme und Steuerung beim Holzkohlegrill.Zunächst müssenKohle und Briketts entzündet werden (Tipp: Anzündkamine verwenden), danach dauert es je nach Menge und Sorte bis zu 30 Minuten bis ein geeignetes „Glutbett“ erreicht wurde. Die Temperatur wird über regelbare Luftöffnungen amGrillkorpus eingestellt. Hier ist ein wenig Übung erforderlich. Schwierig wird’s wenn die Glut heruntergebrannt ist, das Grillfest aber noch weitergehen soll. Man kann zwar frühzeitig Kohle nachlegen, muss allerdings mit dem Grillgut unbedingt warten, bis sich ein neues Glutbett gebildet hat! Gerade beim Anbrennen von Holzkohle und Briketts entstehen giftige Gase, die in die Lebensmittel gelangen können. Aufgepasst also! Wie reinigtman den Grill? Klarer Pluspunkt des Holzkohlegrills ist seine Reinigung. Nachdem alles abgekühlt ist, können Asche und Kohlereste zusammengekehrt und über eine Öffnung oder ein Schubladensystem entnommen werden. Ebenfalls sehr schnell ist der Elektrogrill wieder sauber:Unterden Heizspiralenbefindetsichinder Regel 05.2020| HEINZ |27

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